Außengastronomie in Köln: Erlaubnis, Gebühren, Schirmregeln
Zonen, Fristen bis 2028 und die 2,50-m-Regel für Schirme.
Für Außengastronomie in Köln auf Gehweg oder Platz brauchen Sie eine erweiterte Gaststättenerlaubnis und eine Sondernutzungserlaubnis, unter Umständen auch eine baurechtliche Genehmigung. Die Sondernutzungserlaubnis gilt für die Saison (1. März bis 31. Oktober) oder das Jahr. Je m² nennt die Stadt 2,80 bis 7,90 Euro im Monat (Serviceseite), ihre Satzung für die Saison ohne Theke einmalig 9,30 bis 41,40 Euro; dazu kommen mindestens 152,50 Euro Verwaltungsgebühr. Schirme: einheitlich, mindestens 10 cm Abstand, 2,50 m lichte Höhe im Traufbereich. Die zum 1. Oktober 2026 geplante Umstellung der Internationalen Zone hat die Stadt verschoben.
Schirmregeln im Kölner Regelwerk, Juni 2025:
| Regel | Gilt | Nr. |
|---|---|---|
| Schirme und Markisen eines Betriebs einheitlich in Form und Farbe | Gesamtstadt | B II 6.1 |
| Mindestens 10 cm Abstand zwischen den Schirmen | Gesamtstadt | B II 6.2 |
| Wasserrinnen nur in Farbe und Material des Schirms | Gesamtstadt | B II 6.3 |
| Lichte Höhe mind. 2,50 m im Traufbereich | Gesamtstadt | C I 5 |
| Front- und Seitenteile an Schirmen nicht zulässig | Gesamtstadt | B II 8 |
| Alles „vollständig und jederzeit“ innerhalb der genehmigten Fläche | Gesamtstadt | B I 1 |
| Keine Elemente auf Baumscheiben; 1,50 m zu geschützten Bäumen | Gesamtstadt | B II 6.4, C I 2 |
| Schachtdeckel, Schieber, Abflüsse nicht verdecken | Gesamtstadt | B I 5 |
| Gasheizpilze und Gasheizstrahler grundsätzlich nicht | Gesamtstadt | B II 10.3 |
| Mobiliar außerhalb des Genehmigungszeitraums entfernen; bei Jahreserlaubnis auch, wenn länger nicht betrieben, etwa im Winter | Gesamtstadt | B II 11.4 |
| Keine zusätzlichen Werbeträger wie Schilder, Fahnen, Beachflags; Ausnahme Preisliste am Eingang | Gesamtstadt | B II 9.1 |
| Schirme grundsätzlich in Bodenhülsen, Genehmigung beim Amt für öffentliche Ordnung | Internationale Zone | B II 6.5 |
| 1,50 m Abstand zu Baumkronen und -stämmen | Internationale Zone | B II 6.6 |
| Außenbereiche nicht beheizen; Infrarot kann zugelassen werden, wenn schon Strom da ist | Empfehlung | Qualitätsstandard V |
| Werbung nur auf Schirmen und dem Volant von Markisen | Empfehlung | Qualitätsstandard IV |
| Unter Bäumen gedeckte Farben; Blick auf historische Bauwerke freihalten | Empfehlung | Qualitätsstandard I |
Allgemeine Information nach den Unterlagen der Stadt Köln, Stand Abruf 24.10.2026 — keine Rechtsberatung; maßgeblich ist Ihr Bescheid. „Gesamtstadt“ und „Internationale Zone“ sind verbindliche Nebenbestimmungen bzw. Vorgaben; „Empfehlung“ sind die Qualitätsstandards; sie haben laut Stadt „einen empfehlenden Charakter“.
Welche Genehmigungen brauche ich in Köln?
| Genehmigung | wofür, wie oft | Gebühr laut Stadt |
|---|---|---|
| Erweiterte Gaststättenerlaubnis | Ausschank auf der Außenfläche; einmalig | 198,25 bis 3.500 Euro |
| Sondernutzungserlaubnis | Tische, Stühle, Schirme auf öffentlichem Straßenland; jedes Jahr neu, Saison 1.3.–31.10. oder Jahr 1.1.–31.12. | Verwaltungsgebühr mind. 152,50 Euro plus Gebühr je m² |
| Baurechtliche Genehmigung | unter Umständen; einmalig | keine Angabe |
Die Stadt verlangt eine gültige Gaststättenerlaubnis oder die Gewerbeanmeldung und einen formlosen schriftlichen Antrag mit Lageplan im Maßstab 1:100 oder 1:50. Der Lageplan zeigt die tatsächlichen Gegebenheiten, zum Beispiel Gehweg, Straßenlaternen und Mülleimer, und nennt die Zahl der Plätze und die Größe der Fläche. „Eine Vorsprache ist erforderlich“, nur mit bestätigtem Termin bei der Gewerbeabteilung – Gastroservice. Bei einem wiederholten Antrag kann eine Person mit schriftlicher Vollmacht und eigenem Ausweis für Sie vorsprechen. Die Verlängerung geht online.
Für die baurechtliche Genehmigung verweist die Stadt auf das Infoblatt des Bauaufsichtsamts; unter den Downloads der Serviceseite steht es derzeit nicht. Für temporäre Wind- und Wetterschutzelemente und Heizgeräte verlangt die Serviceseite eine Mitteilung. Das dort verlinkte Formular „Mitteilung über temporäre Aufstellelemente auf einer genehmigten Außengastronomiefläche“ stammt aber aus der Corona-Regel: Es meldet „temporär bis zum 31.12.2024 befristete“ Elemente und lässt mehr zu als das Regelwerk, zum Beispiel 2 m hohe Elemente. Fragen Sie vor dem Aufstellen bei der Gewerbeabteilung – Gastroservice nach, welches Verfahren heute gilt. Rechtsgrundlagen laut Stadt: § 2 GastG, § 18 Abs. 1 StrWG NRW, §§ 32, 33 i. V. m. § 46 Abs. 1 StVO und die Sondernutzungssatzung.
Was kostet Außengastronomie in Köln?
Die Stadt nennt zwei verschiedene Sätze. Die 2,80 Euro der Serviceseite stehen in keiner Zeile des Satzungstarifs für Außengastronomie. Welcher Satz für Ihre Fläche gilt, steht erst im Gebührenbescheid.
- Serviceseite der Stadt: Monatsgebühr 2,80 bis 7,90 Euro je m², „je nach Lage“.
- Sondernutzungssatzung, Fassung der 6. Änderungssatzung vom 14. Juni 2022: bis 5 Monate 1,55 bis 6,90 Euro je m² und Monat, mit Versorgungseinrichtung (Theke, Kühlgeräte) 2,55 bis 7,90 Euro. Die Saison (6 bis 8 Monate, März bis Oktober) kostet einmalig 9,30 bis 41,40 Euro je m², mit Versorgungseinrichtung 15,30 bis 47,40 Euro. Die Jahreserlaubnis kostet 14,00 bis 62,10 Euro je m² und Jahr, mit Versorgungseinrichtung 23,00 bis 71,10 Euro. Die Serviceseite verlinkt noch die Fassung von 2012 mit denselben Sätzen.
- Verwaltungsgebühr: mindestens 152,50 Euro, mehr bei Ortsterminen, Stellungnahmen oder mehreren Flächen.
Beispielrechnung für 40 m², Saison März bis Oktober, ohne Theke (Spanne, keine Gebührenzusage):
| Grundlage | Rechnung | Gebühr |
|---|---|---|
| Serviceseite, 8 Monate | 40 × 8 × 2,80 bis 40 × 8 × 7,90 Euro | 896 bis 2.528 Euro |
| Satzung, Tarif 5.2.1, einmalig | 40 × 9,30 bis 40 × 41,40 Euro | 372 bis 1.656 Euro |
Dazu kommt jeweils die Verwaltungsgebühr von mindestens 152,50 Euro.
Ab wann gelten die neuen Regeln für meinen Betrieb?
Die Stadt hat das Umsetzungskonzept am 20. Februar 2026 vorgestellt, in einer Pressemitteilung und einer Mitteilung im Ratsinformationssystem. Es hat vier Phasen:
- Seit 2025 genehmigt die Stadt neue Flächen in allen Bedeutungszonen nur unter Berücksichtigung des Regelwerks. Die Corona-Erleichterungen gibt es nicht mehr.
- Internationale Zone: geplant zum 1. Oktober 2026, verschoben (siehe unten).
- Zone mit stadtweiter Bedeutung: laut Konzept ab 2027.
- Zone mit nachbarschaftlicher Bedeutung: laut Konzept ab 2028.
Die Umstellung der Internationalen Zone hat die Stadt verschoben. Grund ist ein Beschluss des Hauptausschusses vom 10. August 2026: Flächen im unmittelbaren Bereich des Betriebs, insbesondere angrenzende Parkplätze, sollen grundsätzlich genehmigungsfähig sein. Die Stadt prüft, wie sie das umsetzt. An die Wirte schrieb sie: „Bis zur endgültigen Klärung verschieben wir daher die Umsetzung zum 1. Oktober. Sie müssen aktuell keine neuen Anträge stellen.“ Kontrollen bleiben laut Stadtsprecher vorerst aus (Kölner Stadt-Anzeiger, 1. Oktober 2026).
Ob sich die Termine für 2027 und 2028 ebenfalls verschieben, hat die Stadt nicht mitgeteilt. Fragen Sie bei der Gewerbeabteilung – Gastroservice nach, bevor Sie Mobiliar oder Bodenhülsen nach dem neuen Regelwerk bestellen.
Welche Zone für Ihre Straße gilt, zeigt der Bedeutungsplan der Stadt Köln. Dom-Umgebung und Altstadt liegen laut Regelwerk in der Internationalen Zone. Laut Kölner Stadt-Anzeiger gehören auch Teile von Deutz rund um die Messe dazu.
Erreicht mein Schirm 2,50 m lichte Höhe?
Das Regelwerk verlangt 2,50 m lichte Höhe im Traufbereich, also am Rand des Schirmdachs, wo auch ein Volant hängt. Die Hersteller nennen dafür die Durchgangshöhe, ohne und mit Volant.
Durchgangshöhe laut Hersteller, Stand Abruf 23.10.2026 — Herstellerangabe, keine Norm; Hersteller alphabetisch.
| Modell, Befestigung | ohne Volant | mit Volant |
|---|---|---|
| Glatz Palazzo Royal, Bodenhülse M16 (Contract Book, S. 21) | 260 cm | 230 cm |
| Glatz Palazzo Noblesse, Bodenhülse M4/M8 (S. 25) | 235 cm | 210 cm |
| Glatz Palazzo Style, Bodenhülse M4 (S. 29) | 235 cm | 210 cm |
| Glatz Castello Pro, Bodenhülse M4 (S. 33) | 225 cm | 200 cm |
| MAY SCHATTELLO rund Ø 2,5–4,5 m, Ankerhülse (Katalog, PDF-S. 86) | 237 cm (Ø 4,0 m: 227 cm) | 212 cm (Ø 4,0 m: 202 cm) |
| MAY ALBATROS rund Ø 4,0–4,5 m, Ankerfuß AZ120 (PDF-S. 168) | 242 cm | 214 cm |
In Bodenhülse bzw. Ankerfuß erreicht mit Volant keiner dieser Schirme 2,50 m. Ohne Volant schafft es nur der Palazzo Royal mit 260 cm.
Ihren Schirm, Ihre Befestigung und Ihre Zone prüfen:
Schirm-Check Köln: 2,50 m am Schirmrand?
Vorbelegt: Palazzo Noblesse in Bodenhülse mit Volant, Internationale Zone. Höhen laut Hersteller.
Am Schirmrand 210 cm: unter 2,50 m — es fehlen 40 cm.
- Bodenhülse: In der Internationalen Zone grundsätzlich vorgeschrieben; die Genehmigung holen Sie beim Amt für öffentliche Ordnung ein (B II 6.5). (Stadt Köln, Köln. Gestaltet. Außengastronomie., Regelwerk 13-HF/61/20/06.2025)
- Die zum 1. Oktober 2026 geplante Umstellung bestehender Flächen in der Internationalen Zone hat die Stadt verschoben; neue Anträge sind dafür derzeit nicht nötig. Seit 2025 genehmigt sie neue Flächen nur unter Berücksichtigung des Regelwerks. (Kölner Stadt-Anzeiger, 01.10.2026; Stadt Köln, Pressemitteilung Umsetzungskonzept, 20.02.2026)
- Mindestens 1,50 m Abstand zu Baumkronen und Baumstämmen (B II 6.6). (Stadt Köln, Köln. Gestaltet. Außengastronomie., Regelwerk 13-HF/61/20/06.2025)
- Abstand zwischen Schirmen: mindestens 25 cm — Köln verlangt 10 cm (B II 6.2), Glatz beim Palazzo Noblesse 25 cm; es gilt der größere Wert. (Stadt Köln, Köln. Gestaltet. Außengastronomie., Regelwerk 13-HF/61/20/06.2025; Glatz, Contract Book, Stand Januar 2026)
- Alle Schirme eines Betriebs einheitlich in Form und Farbe (B II 6.1); Front- und Seitenteile am Schirm nicht zulässig (B II 8), Wasserrinnen in Farbe und Material des Schirms erlaubt (B II 6.3). (Stadt Köln, Köln. Gestaltet. Außengastronomie., Regelwerk 13-HF/61/20/06.2025)
- Glatz nennt gerechnete Mittelwerte, am Produkt ± 2 % ± 5 cm; eine minimale Durchgangshöhe ist „mit Glatz abzustimmen“. (Glatz, Contract Book, Stand Januar 2026)
Rechenweg: Durchgangshöhe Glatz Palazzo Noblesse (Contract Book S. 25) plus Zuschlag der Befestigung laut Hersteller, verglichen mit 250 cm lichter Höhe im Traufbereich nach Regelwerk C I 5 · Glatz, Contract Book, Stand Januar 2026. Herstellerangabe, keine Norm; Orientierung, keine Rechtsberatung, Stand 23.10.2026; maßgeblich ist Ihr Bescheid.
Auf anderen Befestigungen ändern sich die Maße. Glatz nennt für Palazzo Style und Castello Pro auf dem Sockel M4 mit 180 kg plus 15,5 cm. MAY nennt für den SCHATTELLO auf Standrahmen je nach Typ plus 5,5 bis 24,5 cm, für den ALBATROS auf Standrahmen plus 1,5 bis 14 cm und auf Betonständern plus 46 bis 52,5 cm (PDF-S. 168). Damit läge der ALBATROS auf Betonständern auch mit Volant über 2,50 m. In der Internationalen Zone sind Bodenhülsen aber grundsätzlich vorgeschrieben (B II 6.5).
Glatz schreibt: „Ist eine minimale oder maximale Durchgangshöhe gewünscht, ist dies mit Glatz abzustimmen.“ Für den ALBATROS nennt MAY gegen Aufpreis einen „z. B. um 20 cm“ verlängerten Schirmmast, im Katalog als Lösung für Betonplatten-Ballast, mit dem Hinweis „Höhenmaß 20 cm hochrechnen“. Klären Sie die Höhe am Schirmrand mit dem Hersteller, bevor Sie bestellen. Beim Abstand zwischen Schirmen verlangt Köln mindestens 10 cm, Glatz beim Palazzo Royal 30 cm, bei Noblesse, Style und Castello Pro 25 cm (Contract Book S. 21, 25, 29, 33). Es gilt der größere Wert.
Brauche ich in Köln eine Bodenhülse?
In der Internationalen Zone grundsätzlich ja (B II 6.5); für bestehende Flächen gilt das erst mit der verschobenen Umstellung. Die Hülse braucht eine eigene Genehmigung beim Amt für öffentliche Ordnung. Außerhalb nennt das Regelwerk keine Hülsenpflicht. Vor dem Setzen: keine Schachtdeckel, Schieber oder Abflüsse überbauen (B I 5); nach Ablauf die Fläche „schadenfrei und im ursprünglichen Zustand“ zurückgeben (C I 3). Maße, Tiefe und Beton der Hülse: Bodenhülse einbetonieren.
Wie viel Gehweg muss frei bleiben?
- Hindernisfreie Gehbahn mind. 1,80 m bei neu geplanten und umgebauten Straßen, mind. 1,50 m im Bestand; dazu kommen die Sicherheitsabstände (A II 8). In stark frequentierten Straßen breiter, Beispiel Schildergasse (A II 9).
- Sicherheitsabstände: 20 cm zwischen Gehbahn und Gebäude bzw. Einfriedung; 30 cm zur Fahrbahn mit ruhendem Verkehr oder bis Tempo 30; 50 cm bei mehr als Tempo 30 und zu Radwegen (A II 7).
- In der Regel 5,00 m zu Fußgängerüberwegen, Einmündungen und Kreuzungen (A I 3); zwischen zwei Betrieben je 50 cm, zusammen 1,00 m Durchgang, in Gastro-Reihen alle 50 m (A I 4); Mindesttiefe der Fläche 0,70 m (A I 6).
- Stadtmobiliar in der Regel 1,50 m, Unterflurhydrant 2 m (A II 10). Gegenstände außer Sonnenschirmen höchstens 1,50 m hoch, keine oberirdischen, insbesondere stromführenden Leitungen (B I 3).
- An den Kopfseiten muss die Fläche durch Aufstellelemente begrenzt sein (B II 8.1, 8.6). Begrenzungs-, Wetterschutz- und Begrünungselemente: nur mobile, baugenehmigungsfreie Einzelelemente, höchstens 25 kg und 1,50 m hoch, nicht im Boden verankert; Sockel bzw. Begrünung bis 0,90 m, darüber durchsichtig (B II 8.13–8.16, Gesamtstadt). Auf Plätzen der Internationalen Zone sind Aufstellelemente grundsätzlich nicht zugelassen (B II 8.12). Freistehender Wetterschutz in Köln: Sonnenschirm-Seitenwand und Regenrinne, Windschutz in der Außengastronomie.
Was das für Gastro, Hotel und Planer heißt
- Gastro: Zone nachsehen, Schirmhöhe und Farbe vor der Bestellung prüfen; Schatten zur Stoßzeit mit dem Schattenwurf-Rechner planen, bevor Hülsen gesetzt werden.
- Hotel: Liegt die Terrasse auf Privatgrund, braucht es keine Sondernutzungserlaubnis, aber eine erweiterte Gaststättenerlaubnis.
- Hotel, Unterlagen und Gebühr: Für die erweiterte Gaststättenerlaubnis verlangt die Stadt die erweiterte Baugenehmigung beziehungsweise Nutzungserlaubnis des Bauaufsichtsamts und die baurechtliche Schlussabnahme; Gebühr für die erweiterte Gaststättenerlaubnis laut dieser Stadtseite 228,75 bis 3.500 Euro (Außengastronomie auf Privatgrundstück). Die Nebenbestimmungen oben stehen in der Sondernutzungserlaubnis, gelten also für öffentliches Straßenland.
- Planer: Lageplan 1:100 oder 1:50 mit Gehbahn, Abständen und Einbauten; Bodenhülse in der Internationalen Zone mit eigener Genehmigung; 1,50 m zu geschützten Bäumen.
Rahmen für alle Städte: Außengastronomie und Sondernutzungserlaubnis. Logo auf dem Schirm: Sonnenschirm mit Logo. Wind- und Wetterschutz im Städtevergleich: Windschutz in der Außengastronomie. Welche Hülse zu welchem Schirm passt: Bodenhülse für Sonnenschirme.
Häufige Fragen
Wie lange gilt die Sondernutzungserlaubnis für Außengastronomie in Köln?
Für die Saison vom 1. März bis 31. Oktober oder als Ganzjahreserlaubnis vom 1. Januar bis 31. Dezember. In der Regel wird sie jedes Jahr neu beantragt; die Verlängerung geht online. In der Internationalen Zone kann die Stadt Erlaubnisse für 2026 bis 2028 erteilen. Die dort zum 1. Oktober 2026 geplante Umstellung auf das neue Regelwerk ist verschoben; neue Anträge sind dafür derzeit nicht nötig.
Was kostet eine Außengastronomie-Fläche in Köln?
Die Stadt Köln nennt zwei Sätze. Laut ihrer Serviceseite kostet die Fläche 2,80 bis 7,90 Euro je m² und Monat, je nach Lage; für 40 m² über 8 Monate sind das 896 bis 2.528 Euro. Die Sondernutzungssatzung der Stadt (Fassung vom 14. Juni 2022) berechnet die Saison März bis Oktober dagegen einmalig mit 9,30 bis 41,40 Euro je m² ohne Theke, für 40 m² also 372 bis 1.656 Euro. Dazu kommen mindestens 152,50 Euro Verwaltungsgebühr. Maßgeblich ist der Gebührenbescheid.
Müssen Sonnenschirme in Köln in eine Bodenhülse?
In der Internationalen Zone von Köln grundsätzlich ja (Regelwerk B II 6.5); die Genehmigung holen Sie beim Amt für öffentliche Ordnung ein. Für bestehende Betriebe dort hat die Stadt die zum 1. Oktober 2026 geplante Umstellung verschoben. Außerhalb dieser Zone nennt das Kölner Regelwerk keine Hülsenpflicht.
Darf ich in Köln Heizstrahler unter den Schirm hängen?
Gasheizpilze und Gasheizstrahler sind in Köln grundsätzlich nicht zugelassen (Regelwerk B II 10.3, verbindlich). Nach den Qualitätsstandards der Stadt (Empfehlung) sollen Außenbereiche nicht beheizt werden; kabellose, umweltschonende Heizalternativen können genutzt und vorzugsweise in die Schirmkonstruktion integriert werden. Infrarot-Strahler können zugelassen werden, wenn bereits eine Stromquelle vorhanden ist; oberirdische, insbesondere stromführende Leitungen sind untersagt (B I 3). Ob Heizgeräte gemeldet oder genehmigt werden müssen, klären Sie mit der Gewerbeabteilung – Gastroservice; das Mitteilungsformular der Serviceseite war bis 31.12.2024 befristet.
Sind Seitenwände am Sonnenschirm in Köln erlaubt?
Nein. Front- und Seitenteile, die an Sonnenschirmen oder Markisen befestigt sind, sind laut Kölner Regelwerk nicht zulässig (B II 8). Wasserrinnen in Farbe und Material des Schirms sind erlaubt (B II 6.3).
Quellen
Abgerufen am 23.10.2026; Serviceseite und Regelwerk der Stadt Köln erneut am 24.10.2026.
- Stadt Köln: Außengastronomie auf öffentlichem Straßenland · Köln. Gestaltet. Außengastronomie., Regelwerk, Juni 2025 · Pressemitteilung „Umsetzungskonzept … geht an den Start“, 20.02.2026 · Ratsinformation, Mitteilung Umsetzungskonzept · Kölner Stadt-Anzeiger: „Darum treten Kölner Außengastro-Regeln später in Kraft“, 01.10.2026 · Bedeutungsplan · Außengastronomie auf Privatgrundstück · Sondernutzungssatzung, Fassung vom 14.06.2022
- Hersteller: Glatz, Contract Book, Stand Januar 2026 · MAY, Katalog Gewerbeschirme 2026/04
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