Schanigarten München: Antrag, Regeln, Gebühren
Auf dem Parkstand April bis Oktober, Antrag bei der Bezirksinspektion, 180 € plus 16 bis 77 € je m² und Jahr.
Einen Schanigarten im Sinn der Münchner Richtlinie, also Tische und Stühle auf einem Parkstand, kann die Stadt von April bis einschließlich Oktober genehmigen. Er steht Betrieben mit baurechtlicher Nutzungsgenehmigung als Gaststätte offen, grundsätzlich an Straßen mit Tempo 30 ohne Radweg zwischen Parkstand und Gehweg oder, bei Tempo 50, mit Radfahrstreifen zwischen Parkstand und Fahrspur; Ausnahmen prüft die Stadt im Einzelfall. Den Antrag stellen Sie bei der Bezirksinspektion. Der erste Bescheid kostet 180 € Verwaltungsgebühr; dazu kommen jährlich 16 bis 77 € je angefangenem m², je nach Straßengruppe.
| Frage | Schanigarten auf dem Parkstand | Freischankfläche auf dem Gehweg |
|---|---|---|
| Wann | April bis einschließlich Oktober | keine Saison in § 23; außerhalb der Sommerzeit Mobiliar nach Betriebsschluss wegräumen oder zusammenstellen und sichern |
| Wer | Gaststätte mit baurechtlicher Nutzungsgenehmigung | Gaststätte; Bäckerei, Metzgerei o. ä. bis 10 m² zu Ladenöffnungszeiten |
| Wo | Tempo 30 ohne Radweg zwischen Parkstand und Gehweg oder Tempo 50 mit Radfahrstreifen; 5 m Abstand zu Kreuzung, Zebrastreifen, Haltestelle | freier Gehweg mindestens 1,60 m, neben Radweg 1,90 m, bei Schräg- oder Senkrechtparkern 2,30 m; 0,50 m Abstand zur Fahrbahn |
| Rand | durchgehend abgegrenzt, 1,00 bis 1,20 m hoch, Leitbake vorn und hinten | keine durchgehende Abgrenzung, auch nicht mit Seitenteilen oder Windschutz |
| Schirm | standsicher; mobiler Wetterschutz höchstens 2,4 m hoch, nicht über die seitlichen Grenzen | standsicher; Werbung nur für Betrieb oder Lieferanten |
| Gebühr | 180 € beim ersten Bescheid, dann 16–77 € je m² und Jahr | wie links; Kleinstfläche bis 10 m²: 12–62 € je m² |
Stand: Sondernutzungsrichtlinien vom 15.10.2024 und Sondernutzungsgebührensatzung vom 04.12.2024, beide in Kraft seit 01.01.2025, Gebührensatzung geändert am 12.08.2025; Seite der Stadt abgerufen am 14.10.2026. Orientierung, keine Rechtsberatung und kein Antrag: Maßgeblich sind die Richtlinie und Ihr Bescheid.
Schanigarten oder Freischankfläche: was ist was?
Im Münchner Recht ist Freischankfläche der Oberbegriff: Tische und Stühle eines Betriebs auf öffentlichem Grund, für die es eine Sondernutzungserlaubnis braucht (§ 23 Abs. 1 Sondernutzungsrichtlinien, SoNuRL). Schanigarten nennt die Stadt die Freischankfläche auf einem Parkstand (§ 23 Abs. 14 Nr. 9 SoNuRL). In Stadtführern heißt oft jede Außenfläche eines Lokals Schanigarten. Für den Antrag zählt der Unterschied: Parkstand und Gehweg folgen verschiedenen Regeln.
In München ist die Freischankfläche ein Antrag nach Straßenrecht; wer dort Alkohol ausschenkt, braucht zusätzlich die gaststättenrechtliche Erlaubnis, die man auf demselben Formular ankreuzt. Wie die beiden Rechte sich trennen, erklärt Freischankfläche oder Sondernutzung. Den bundesweiten Ablauf finden Sie unter Sondernutzungserlaubnis für Außengastronomie.
Wo darf ein Schanigarten auf dem Parkstand stehen?
Nach § 23 Abs. 14 SoNuRL kann die Stadt Schanigärten von April bis einschließlich Oktober genehmigen, wenn diese Bedingungen erfüllt sind:
- Betrieb: baurechtliche Nutzungsgenehmigung als Gaststätte.
- Straße: Tempo 30 oder Tempo-30-Zone ohne Radweg zwischen Parkstand und Gehweg; oder höchstens Tempo 50 mit Radfahrstreifen zwischen Parkstand und Fahrspur.
- Ausnahmen nach Einzelfallprüfung: Tempo-50-Straßen, die wie eine Tempo-30-Straße wirken, also wenig Verkehr und niedriges Tempo haben, nicht aber bei zwei Fahrstreifen je Richtung oder Mittelstreifen-Markierung; Tempo-30-Straßen mit baulichem Radweg, wenn die Lage es zulässt; gemeinsame Geh- und Radwege.
- Abstand: 5 m vor und hinter Einmündungen, Kreuzungen, Zebrastreifen, Fußgängerampeln, Bahnübergängen und Bushaltestellen. Liegt ein baulicher Radweg neben dem Gehweg, sind es 8 m.
- Nicht verfügbar: Einfahrten, Feuerwehranfahrtszonen und Rettungswege, Behindertenparkplätze, Taxistände, Ladezonen, Fahrradabstellanlagen, Carsharing-Parkplätze, Ladeplätze für E-Autos.
- Breite: richtet sich nach der Breite Ihres Betriebs; ein Teil der Fläche muss in der rechtwinkligen Verlängerung der Betriebsgrenzen liegen.
- Möblierung: Tische senkrecht zur Fahrbahn, keine Stirnbestuhlung.
- Rand: durchgehend abgegrenzt, sodass man die Fläche nur vom Gehweg aus betritt, ohne ein Hindernis von mindestens 1 m Höhe zu überwinden. Weil das Formular Umrandungen bis 1,20 m zulässt, liegt die Abgrenzung also zwischen 1,00 und 1,20 m. Bedient wird nur von dieser Seite. Vorn und hinten steht eine Leitbake, Zeichen 605-10 StVO.
Das Antragsformular der Stadt nennt außerdem: nicht direkt vor einer Grundstücksein- und -ausfahrt, an schmaler Fahrbahn auch nicht gegenüber, und außerhalb des Fahrraums von Schienenfahrzeugen. Umrandungen sind dort bis 1,20 m zulässig, komplett geschlossene Seitenwände nicht.
Wie beantragen Sie die Freischankfläche?
- Bezirksinspektion kontaktieren. Laut Stadt berät sie zu den Flächen, die in Frage kommen. Welche zuständig ist, ermittelt die Seite der Stadt zum Antrag aus Ihrer Firmenanschrift. Voraussetzungen sind unter anderem die Zustimmung des Bezirksausschusses und die Lage vor Ort.
- Antrag ausfüllen. Das Formular „Antrag für eine Freischankfläche“ unterscheidet reguläre Fläche, Kleinstfläche bis 10 m², Schanigarten auf dem Parkstand und seitliche Ausdehnung vor das Nachbargebäude. Wer auf der Fläche Alkohol ausschenkt, kreuzt die gaststättenrechtliche Erlaubnis mit an.
- Plan im Maßstab 1:100. Mit Fahrbahn- und Gehwegbegrenzung. Tische, Stühle, Sonnenschirme und Pflanzgefäße maßstabsgetreu, dazu Hindernisse wie Schaltschränke, Laternen, Bäume, Verkehrszeichen, Poller und Parkscheinautomaten.
- Fotos der beantragten Fläche und ihrer Umgebung. Für den Parkstand zusätzlich eine Beschreibung der geplanten Aufbauten; bei einer Überdachung Skizze und Foto.
- Angaben zu jedem Schirm. Das Formular fragt Anzahl, Material, Farbe, Durchmesser oder Länge × Breite und die Werbeaufschrift ab.
- Bescheid abwarten und lesen. Betreiben dürfen Sie die Fläche erst, wenn die Erlaubnis erteilt ist (§ 4 Abs. 2 SoNuRL). Die Fläche wird dauerhaft markiert. Sie darf ohne Genehmigung weder erweitert noch verlegt werden, und alles Mobiliar steht innerhalb der Markierung.
Laut Datenschutzhinweis im Formular gehen Ihre Angaben unter anderem an Polizeipräsidium, Branddirektion, Lokalbaukommission, Baureferat, Mobilitätsreferat und den Bezirksausschuss. Eine Bearbeitungsdauer nennt die Stadt nicht. Die Schanigarten-Saison beginnt im April; reichen Sie den Antrag so früh ein, dass der Bescheid vor der Saison da ist.
Baurecht: Nach der Bayerischen Bauordnung sind Freischankflächen bis 100 m² verfahrensfrei (Art. 57 Abs. 1 Nr. 15 Buchst. d BayBO, Text gültig ab 01.05.2026). Für Parkstände nennt § 23 Abs. 3 SoNuRL vom 15.10.2024 eine Grenze von 40 m² und stützt sich dabei auf denselben Artikel; welche Grenze die Stadt dort anwendet, klären Sie bei der Bezirksinspektion. Das Formular nennt eine Baugenehmigung, wenn die Freischankfläche größer als 100 m² ist oder alle Außenflächen ohne Parkstandfläche zusammen 100 m² überschreiten. Feste Überdachungen auf dem Parkstand brauchen ein Baugenehmigungsverfahren (§ 23 Abs. 14 Nr. 9 SoNuRL); laut Formular sind nur mobile oder leichte Überdachungen baurechtlich verfahrensfrei.
Was kostet ein Schanigarten in München?
Zwei Posten. Beim ersten Bescheid eine Verwaltungsgebühr von 180 €. Dazu jährlich die Sondernutzungsgebühr nach Tarif 18 b der Sondernutzungsgebührensatzung, je angefangenem m²:
| Straßengruppe | Gaststätte, Tarif 18.1 | Laden mit Verzehr bis 10 m², Tarif 18.2 |
|---|---|---|
| I | 16 € | 12 € |
| II | 25 € | 22 € |
| III | 46 € | 42 € |
| S | 77 € | 62 € |
Welche Straßengruppe gilt, steht in Anlage II der Satzung, sortiert nach Stadtbezirk und teils nach Hausnummern. Eine Straße, die dort nicht steht, gehört zu Gruppe I. Beginnt oder endet die Nutzung im Lauf des Jahres, wird für jeden angefangenen Monat ein Zwölftel der Jahresgebühr erhoben (§ 9 SoNuGebS). Wiederkehrende Jahresgebühren sind am 15.01. fällig (§ 8 SoNuGebS).
Gebührenrechner Freischankfläche München
Gruppe II · 12 m² · April–Oktober: 175 € Sondernutzungsgebühr, im ersten Jahr 355 € mit Verwaltungsgebühr.
Rechenweg: 12 m² × 25 € (Tarif 18.1, Gruppe II) = 300 € im Jahr × 7/12 = 175 € + 180 € = 355 €.
Straßengruppe: direkt gewählt.
Stand: Tarif 18 b, § 4 und § 9 der Sondernutzungsgebührensatzung vom 04.12.2024, geändert am 12.08.2025, Straßengruppen aus Anlage II; 180 € laut Seite der Stadt; abgerufen 14.10.2026. Je angefangenem Monat ein Zwölftel (§ 9). Rechenweg der Satzung, nicht Ihr Bescheid; die Zahl im Bescheid gilt. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.
Schirme für diese Fläche planen? Anfrage stellen
Tarife je m² und Jahr: Gaststätte I 16 € · II 25 € · III 46 € · S 77 €; Laden bis 10 m² I 12 € · II 22 € · III 42 € · S 62 €.
Drei Rechenbeispiele nach § 9 SoNuGebS; ob die Stadt beim Schanigarten anteilig nach Monaten abrechnet, bestätigt Ihr Bescheid:
- Schanigarten 6 × 2 m = 12 m², Gruppe II, April bis Oktober: 12 × 25 € = 300 € im Jahr, davon 7 Zwölftel = 175 €. Im ersten Jahr kommen 180 € Verwaltungsgebühr dazu: 355 €.
- Derselbe Schanigarten in Gruppe S: 12 × 77 € = 924 €, davon 7 Zwölftel = 539 €, im ersten Jahr 719 €.
- Gehwegfläche 20 m², Gruppe I, ganzjährig: 20 × 16 € = 320 € im Jahr, im ersten Jahr 500 €.
Die Beispiele zeigen den Rechenweg der Satzung, nicht Ihren Bescheid. Die Zahl im Bescheid gilt.
Welche Sonnenschirme passen auf den Schanigarten?
Standsicher, mit Werbung nur für Betrieb oder Lieferanten. § 23 Abs. 9 SoNuRL: Sonnenschirme sind standsicher aufzustellen; Werbung darauf ist zulässig, wenn sie auf die Betriebsstätte oder den Getränke- oder Speiselieferanten verweist. Der Brauereischirm ist in München also möglich, wenn die Brauerei Ihr Lieferant ist. Ältere Zusammenfassungen im Netz schreiben „ohne Fremdwerbeaufdruck“; die geltende Richtlinie lässt den Lieferanten ausdrücklich zu. Was andere Städte zum Logo sagen: Sonnenschirm mit Logo.
Auf dem Parkstand: die Regeln für mobilen Wetterschutz. § 23 Abs. 14 Nr. 9 SoNuRL erlaubt dort mobile Einrichtungen für Wetterschutz, wenn sie
- außerhalb der Nutzungszeit entfernt, zusammengeklappt oder eingerollt werden können,
- jederzeit standsicher sind und keine Verkehrszeichen verdecken,
- keine vollständige Einhausung bilden,
- die seitlichen Grenzen des Schanigartens nicht überragen,
- höchstens 2,4 m hoch sind,
- mindestens normal entflammbar sind, bei mehr als 75 m² Grundfläche schwer entflammbar.
Werbung daran ab 1 m² braucht eine Baugenehmigung. Den Sonnenschirm nennt diese Liste nicht ausdrücklich. Ob die Bezirksinspektion ihn als Wetterschutz wertet, klären Sie vor der Bestellung, und vergleichen Sie die Gesamthöhe im Datenblatt mit 2,4 m.
Über Nacht und im Winter. Während der Sommerzeit (MESZ, Ende März bis Ende Oktober) bleibt Mobiliar nur, wenn es so gesichert ist, dass Dritte es nicht entfernen können. Außerhalb der Sommerzeit wird es nach Betriebsschluss weggeräumt oder zusammengestellt und gesichert; gestapelt höchstens 1,40 m, ohne Planen oder Folien darüber (§ 23 Abs. 13 SoNuRL).
Befestigung. Eine Regel zur Verankerung im Straßengrund enthält § 23 nicht. Fragen Sie die Bezirksinspektion, bevor Sie eine Bodenhülse planen. Mobil bleibt der Schirm auf einem Ständer mit Ballast: Sonnenschirmständer: Wie viel Gewicht?
Wie viel Schatten bleibt auf 2 m Breite?
Ein Parkstand ist schmal. Der Schatten wandert mit der Sonne aus der Fläche, auf Gehweg oder Fahrbahn. Beispiel: Schanigarten 6 × 2 m (Beispielmaß, keine Vorgabe der Stadt), zwei Schirme 2 × 2 m nebeneinander, Unterkante 2,0 m, damit die Gesamthöhe unter 2,4 m bleiben kann, München, 21. Juni 2026, Anteil der Fläche im Schatten, MESZ:
| Uhrzeit | Straße verläuft Ost–West | Straße verläuft Nord–Süd |
|---|---|---|
| 13 Uhr | 33 % | 51 % |
| 15 Uhr | 36 % | 31 % |
| 17 Uhr | 29 % | 0 % |
| 19 Uhr | 0 % | 0 % |
Gerechnet mit dem Schattenwurf-Rechner, 25-cm-Raster. An einer Nord-Süd-Straße fällt der Schatten um 17 Uhr ganz neben die Fläche: dieselbe Szene an einer Nord-Süd-Straße. Am 15. August sind es um 13 Uhr nur noch 25 % beziehungsweise 47 %. Zwei Schirme 3 × 3 m brächten um 13 Uhr 72 % beziehungsweise 83 %, ragen aber auf jeder Längsseite 0,5 m über die Fläche hinaus, auf Gehweg und Fahrbahn. Gilt der Schirm als Wetterschutz, verträgt sich das nicht mit der Regel, die seitlichen Grenzen des Schanigartens nicht zu überragen; dann ist auf 2 m Tiefe ein Schirm mit 2 m Kantenlänge das Maximum, und die Höhengrenze von 2,4 m hält den Schatten näher an der Fläche.
Geometrische Orientierung, kein Standsicherheitsnachweis: Hauswände, Bäume und Nachbarschirme sind nicht gerechnet.
Was gilt für Öffnungszeiten, Musik und Heizstrahler?
- Betriebszeit: in der Regel 6 bis 23 Uhr; von April bis einschließlich September freitags, samstags und vor Feiertagen grundsätzlich bis 24 Uhr. Bei unzumutbarer Belästigung der Anwohner kann früher Schluss angeordnet werden (§ 23 Abs. 4 SoNuRL).
- Keine Beschallung, keine Fernseher oder Bildschirme; Ausnahmen nur für große Fußballereignisse unter Auflagen (§ 23 Abs. 11).
- Keine Heizstrahler (§ 23 Abs. 12). Wie andere Städte das Heizen regeln: Heizpilz-Verbot im Städtevergleich. Seitenwand und Regenrinne: Sonnenschirm-Seitenwand und Regenrinne.
- Nicht zulässig: Biertischgarnituren, Bierbänke, Fässer, Stehtische und Polstermöbel (§ 23 Abs. 8); Stehtische sind für nicht konzessionierte Betriebe ausnahmsweise möglich. Lampen und Lichterketten sind erlaubt, wenn sie nicht blenden (§ 23 Abs. 10).
Was deckt dieser Text nicht ab?
Für die Altstadt-Fußgängerbereiche gilt eine eigene Satzung, die hier nicht ausgewertet ist (§ 2 Abs. 2 SoNuRL). Bezirksausschuss und Bezirksinspektion entscheiden im Einzelfall, und die Nebenbestimmungen Ihres Bescheids können enger sein als die Richtlinie. Die Erlaubnis wird nur auf Zeit oder auf Widerruf erteilt (§ 7 SoNuRL). Für Berlin: Sondernutzungserlaubnis Berlin.
Sie planen Schirme für einen Schanigarten? Schicken Sie Maße der Fläche, Straße und Ausrichtung. Wir ordnen Schirmgröße und Schatten ein: Anfrage stellen.
Häufige Fragen
Ab wann dürfen Schanigärten in München öffnen?
Schanigärten auf Parkständen sind von April bis einschließlich Oktober zulässig (§ 23 Abs. 14 SoNuRL). Für Freischankflächen auf dem Gehweg nennt die Richtlinie keine solche Saison.
Wann müssen Schanigärten in München abgebaut werden?
Die Parkstand-Saison endet mit dem Oktober. Auf dem Gehweg gilt außerhalb der Sommerzeit: Mobiliar nach Betriebsschluss wegräumen oder zusammenstellen und sichern, gestapelt höchstens 1,40 m (§ 23 Abs. 13 SoNuRL).
Was kostet ein Schanigarten in München?
180 € Verwaltungsgebühr beim ersten Bescheid, dazu 16, 25, 46 oder 77 € je angefangenem m² und Jahr nach Straßengruppe I, II, III oder S. Bei Nutzung nur über einen Teil des Jahres wird je angefangenem Monat ein Zwölftel berechnet. Beispiel nach § 9 SoNuGebS: 12 m² in Gruppe II von April bis Oktober ergeben 7/12 von 300 €, also 175 €; maßgeblich ist Ihr Bescheid.
Darf ein Brauerei-Logo auf dem Sonnenschirm stehen?
Ja, wenn die Brauerei Sie beliefert. § 23 Abs. 9 SoNuRL lässt Werbung auf Schirmen nur zu, wenn sie auf die Betriebsstätte oder den Getränke- oder Speiselieferanten verweist. Auf dem Parkstand braucht Werbung am Wetterschutz ab 1 m² eine Baugenehmigung.
Braucht ein Schanigarten eine Baugenehmigung?
Nach der Bayerischen Bauordnung sind Freischankflächen bis 100 m² verfahrensfrei (Art. 57 Abs. 1 Nr. 15 Buchst. d BayBO, Text gültig ab 01.05.2026). Für den Parkstand nennt die Münchner Sondernutzungsrichtlinie von 2024 eine Grenze von 40 m²; welche Grenze dort gilt, klärt die Bezirksinspektion. Feste Überdachungen und Werbung am Wetterschutz ab 1 m² brauchen eine Baugenehmigung. Das Antragsformular verlangt sie außerdem, wenn die Freischankfläche oder alle Außenflächen ohne Parkstand zusammen mehr als 100 m² haben.
Sind Heizstrahler im Schanigarten erlaubt?
Nein. § 23 Abs. 12 SoNuRL: Die Verwendung von Heizstrahlern ist nicht gestattet.
Quellen
- Landeshauptstadt München, Sondernutzungsrichtlinien vom 15.10.2024, in Kraft seit 01.01.2025: § 2, § 4, § 7, § 8, § 23 — abgerufen 2026-10-14
- Landeshauptstadt München, Sondernutzungsgebührensatzung vom 04.12.2024, geändert 12.08.2025: § 4, § 8, § 9, Tarif 18 b, Anlage II — abgerufen 2026-10-14
- stadt.muenchen.de, Antrag Freischankfläche: Bezirksinspektion, Unterlagen, 180 € Verwaltungsgebühr — abgerufen 2026-10-14
- Kreisverwaltungsreferat, Antrag für eine Freischankfläche, PDF, Dateistand 22.05.2026 — abgerufen 2026-10-14
- Bayerische Bauordnung, Art. 57, Text gültig ab 01.05.2026: Abs. 1 Nr. 15 Buchst. d — abgerufen 2026-10-21
- Geoportal München, Stadtbezirke (Open Data): Namen der Stadtbezirke im Gebührenrechner — abgerufen 2026-10-14
- Schattenwerte: Schattenwurf-Rechner von Schatten Atlas, gerechnet am 14.10.2026
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