Genehmigung

Sondernutzungserlaubnis für Außengastronomie

Tische, Stühle und Schirme auf öffentlichem Straßenland brauchen die Erlaubnis der Kommune. Ablauf, Unterlagen, Gebühren nur mit öffentlicher Quelle.

Datenstand 2026-08-25·Redaktion Schatten Atlas
Gastro-Terrasse mit großen quadratischen Sonnenschirmen und gedeckten Tischen
Generiertes Stimmungsbild. Keine dokumentierte Anlage, kein Herstellerbezug.

Eine Sondernutzungserlaubnis brauchen Sie, wenn Tische, Stühle oder Schirme auf öffentlichem Straßenland stehen. Der Gehweg bleibt öffentlich; Ihre Bestuhlung geht über den Gemeingebrauch hinaus. Zuständig ist die Kommune, oft Straßenbaubehörde plus Verkehrsbehörde. Gebühren, Fläche und Auflagen stehen in der örtlichen Satzung. Dieser Text ist der bundesweite Ablauf — Städte nur, wo eine öffentliche Seite zitiert ist.

SchrittWas Sie tunStopp, wenn
1. EigentumFlurstück, Widmung, Grenze Fassade/GehwegSie nicht wissen, wem der Streifen gehört
2. AmtKommune des Standorts, oft Tiefbau, Ordnung oder StraßenverkehrSie beim falschen Recht beantragen (nur Gaststättenrecht)
3. SkizzeMaße, Zeitraum, Tische, Schirme (Mast und Tuch)der Schirm fehlt im Plan
4. UnterlagenGewerbe, oft Fotos, oft Betriebskonzeptdie Satzung andere Belege verlangt
5. BescheidFläche, Zeiten, Nebenbestimmungen lesenSie bestellen, bevor die Tiefe festliegt

Orientierung, kein Antrag und keine Gebührentabelle dieses Mediums. Zahlen nur mit URL und Datum. Berliner Verfahren: Sondernutzungserlaubnis Berlin.

Was Sondernutzung ist

Gemeingebrauch ist die Nutzung der Straße durch alle: gehen, fahren, kurz stehen. Sobald Sie Fläche dauerhaft mit Mobiliar belegen, nutzen Sie sie sonder. Begriff: Sondernutzung.

Für die Gastronomie heißt das konkret:

Die Erlaubnis ist eine Gestattung auf Zeit, oft mit Widerrufsvorbehalt. Winterdienst, Baustelle, Markt und Barrierefreiheit können die Fläche zurückschneiden.

Sondernutzung ist nicht Freischankfläche

Zwei Begriffe, die in Anträgen durcheinandergeraten:

Private Terrasse: Freischankfläche ja, Sondernutzung in der Regel nein. Gehweg vor dem Lokal: beides, zwei Verfahren. Ohne Klärung des Eigentums beantragen Sie das falsche Recht oder keins.

Was Kommunen typischerweise prüfen

Die Satzungen unterscheiden sich. Wiederkehrende Prüfpunkte:

Münster verlangt öffentlich eine Skizze 1:100 einschließlich Sonnenschirme, Restgehweg auf Gehwegen 1,80–3,00 m, 0,5 m Sicherheitsabstand zur Fahrbahn oder zum Radweg, in der Fußgängerzone Betrieb grundsätzlich ab 11 Uhr und 3,50 m Restfläche (stadt-muenster.de, Außengastronomie, abgerufen 2026-08-25). Das sind Münsters Zahlen, keine Bundeswerte.

Zur Bestückung der Fläche, unabhängig vom Antrag: Gastronomie-Sonnenschirm.

Gebühren: örtlich, zitiert, nicht übertragen

Gebühren setzt die Kommune. Manche trennen Verwaltungsgebühr und Sondernutzungsgebühr. Staffelung nach Lage, Quadratmeter, Saison ist üblich. Andere Städte übertragen wir nicht.

Öffentlich belegte Beispiele, abgerufen 2026-08-25:

StadtWas die Verwaltung veröffentlichtQuelle
BerlinVerwaltungsgebühr bis 15 m²: 100 / 150 / 200 € für 1 / 2 / 3 Jahre; bis 30 m²: 200 / 300 / 400 €; Sondernutzungsgebühr 12,50–16,25 € je m² und Jahr nach Wertstufeservice.berlin.de, Dienstleistung 326864
MünchenVerwaltungsgebühr 180 € bei Ersterlass; jährliche Sondernutzungsgebühr 16–77 € je m² nach Straßengruppestadt.muenchen.de, Antrag Freischankfläche

Vor dem Antrag die Seite öffnen, nicht diese Tabelle ausdrucken. Bezirke und Satzungen ändern sich.

Antrag, Betrieb, Schirm

Ein tragfähiger Antrag enthält in der Regel Skizze mit Maßen, Nutzungszeitraum, Art des Mobiliars einschließlich Schirme, Gewerbenachweis — und, falls nötig, die gaststättenrechtliche Einordnung der Freischankfläche.

Nach der Erlaubnis gilt, was in den Nebenbestimmungen steht. Die Erlaubnis ersetzt keine Statik. Verankerung und Schließzeiten gelten auf genehmigter Fläche wie auf privatem Grund.

Einsatz: Gastronomie. System: Außengastronomie.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Sondernutzungserlaubnis für Tische vor dem Lokal?

Ja, sobald die Tische auf öffentlichem Straßenland stehen. Ob der Streifen öffentlich ist, klären Sie am Flurstück, nicht am Erscheinungsbild.

Gilt die Erlaubnis auch für Sonnenschirme?

Oft ja, wenn Mast oder Fuß auf der öffentlichen Fläche stehen. Ob das Tuch darüber hinausragen darf, steht in der örtlichen Auflage. Fragen Sie das Amt, bevor Sie bestellen.

Sind die Gebühren bundesweit gleich?

Nein. Die Tabelle oben zitiert Berlin und München, nicht das Bundesgebiet. Andere Kommunen: Satzung vor Ort.

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