Terrasse

Beschattung Terrasse: Schirm, Segel, Markise, Pergola

Schatten zur Stoßzeit wählen.

Datenstand 2026-10-14·Redaktion Schatten Atlas

Welche Beschattung für die Terrasse passt, entscheiden vier Dinge: wann dort Gäste sitzen, woher dann die Sonne kommt, was Boden und Fassade tragen und wer das System bedient. Mittags fällt der Schatten jeder waagerechten Fläche steil und nah unter sie. Morgens und abends kommt die Sonne flach von der Seite unter jedes Dach, auf Ost- und Westterrassen genau zur Frühstücks- oder Abendzeit. Dann hilft nur ein senkrechter Schutz an der Sonnenseite.

SystemPasst, wennFalsch, wenn
Sonnen­schirmTische in Inseln stehen, Hülse oder Ballast möglich ist und jemand täglich schließtniemand bei Wind schließt
Sonnen­segeleine tragende Wand oder Masten mit Fundament die Punkte haltenkein Punkt den Zug tragen darf
Markisedie Tische direkt an der Fassade stehen und die Wand die Konsolen trägtdie Tische weit vom Haus stehen oder die Lage oft mehr Wind bringt, als der Hersteller freigibt
Pergola, Terrassen­dacheine stehende Fläche mit Tragwerk gewollt ist und Erlaubnis und Statik geklärt sindnur der Sommerabend beschattet werden soll
Senkrechter Behangflache Sonne von der Seite kommt, morgens oder abendser allein die Mittagssonne abhalten soll
Baum, Rank­pflanzedie Fläche Jahre auf Schatten warten kannder Schatten in dieser Saison gebraucht wird

Orientierung, kein Standsicherheitsnachweis und keine Rechtsberatung. Windwerte nur als Herstellerangabe für das genannte Produkt, keine Norm.

Woher kommt die Sonne zu Ihrer Stoßzeit?

Am 21. Juni steht die Sonne mittags je nach Ort rund 58 bis 66° hoch. Auf einer Westterrasse in München liegt am selben Tag um 19 Uhr unter einer 3 m tiefen Markise mit 2,50 m hoher Vorderkante kein Kopf eines sitzenden Gastes mehr im Schatten. Prüfen Sie Ihre Terrasse mit Ort, Seite und Stoßzeit:

Terrassen-Check: Ab wann sitzt der Gast zur Stoßzeit in der Sonne?

Vorbelegt: die Westterrasse aus dem Rechenbeispiel unten. Ändern Sie Ort, Seite, Stoßzeit und Markise.

Terrasse nach Westen: Der Gast 1,5 m vor der Fassade hat von 17:00 bis 20:00 Uhr Sonne auf dem Kopf. In dieser Zeit braucht diese Seite einen senkrechten Schutz.

Ausladung waagerecht, Vorderkante = Höhe über dem Boden, Volant 0 = ohne, Tischabstand = Platz des Gastes ab Fassade.

UhrzeitSonneSchatten auf Kopf­höhe
16:0049° hoch, aus Westsüdwest2,0 m ab Fassade
17:0040° hoch, aus West1,4 m ab Fassade
18:0030° hoch, aus West0,7 m ab Fassade
19:0020° hoch, aus Westnordwestkein Schatten
20:0010° hoch, aus Westnordwestkein Schatten

Auf Kopfhöhe wandert der Schatten seitlich um bis zu 0,6 m: Tische am Rand der Markise sitzen dann teils in der Sonne.

Welches System passt?

  • Sonnenschirm: passt — in einer Bodenhülse; jemand schließt bei Wind. Bodenhülse
  • Sonnensegel: passt — Punkte an der tragenden Wand, weitere an Masten. Segel befestigen
  • Markise: passt — für die Tische direkt am Haus. Markise
  • Pergola, Terrassendach: passt — stehende Fläche mit Tragwerk. Baurecht prüfen: nach Musterbauordnung verfahrensfrei bis 30 m² und 3 m Tiefe, die Länder weichen ab. Terrassendach
  • Senkrechter Behang: nötig — von 17:00 bis 20:00 Uhr kommt die Sonne flach von der Seite. Seitenwand
  • Baum, Rankpflanze: langfristig — Schatten erst nach Jahren. Natürliche Beschattung

Draufsicht der Markise: im Schattenwurf-Rechner, 17:00 Uhr

Fragen zu Ihrer Terrasse? Anfrage zu dieser Terrasse

Sonnenstand nach dem Rechenweg des NOAA Solar Calculator, Uhrzeit auf die Viertelstunde, deutsche Zeit (MEZ/MESZ). Kopfhöhe sitzend 1,20 m und die Grenze von 45° Sonnenhöhe, ab der ein senkrechter Behang kaum hilft, sind Annahmen der Redaktion. Gebäude gegenüber, Bäume und seitliche Wände rechnet der Check nicht. Orientierung, kein Standsicherheitsnachweis, keine Rechtsberatung.

Rechenbeispiel aus demselben Rechenweg — Westterrasse in München, 21. Juni 2027, MESZ:

UhrzeitSonneSchatten auf Kopf­höhe unter 3 m Markise
16 Uhr49° hoch, aus West­süd­west2,0 m ab Fassade
17 Uhr40° hoch, aus West1,4 m ab Fassade
18 Uhr30° hoch, aus West0,7 m ab Fassade
19 Uhr20° hoch, aus West­nord­westkein Schatten auf Kopfhöhe

Annahmen: Ausladung 3 m, Vorderkante 2,50 m, kein Volant, Kopf eines sitzenden Gastes 1,20 m über dem Boden — eine Annahme der Redaktion, keine Normgröße. Wer 1,5 m vor der Fassade sitzt, hat am 21. Juni schon ab 17 Uhr Sonne auf dem Kopf, 1 m vor der Fassade ab 17:45 Uhr — gerechnet in Viertelstunden wie im Check. Am 1. September endet der Schatten auf Kopfhöhe schon vor 18 Uhr; um 17 Uhr reicht er noch 0,7 m weit. Auf einer Südterrasse reicht der Schatten am 21. Juni um 13 Uhr unter derselben Markise auf Kopfhöhe 2,4 m weit.

Was daraus folgt:

Den Anteil der Fläche im Schatten über den ganzen Tag rechnet der Schattenwurf-Rechner. Wie tief der Schatten unter einer Markise fällt und wo Tische am Rand seitlich Sonne bekommen, zeigt Markise in der Gastronomie.

Wann passt ein Sonnenschirm?

Der Schirm ist das System mit der kleinsten Bindung an den Bau. Er steht in einer Bodenhülse oder auf Ballast, öffnet und schließt und lässt sich zur nächsten Saison anders stellen. Glatz nennt für den Großschirm Palazzo Noblesse je nach Größe 65 bis 110 km/h, nur fest im Boden verankert, mit Volant 10 km/h weniger — eine Herstellerangabe für dieses Modell, keine Norm.

Grenze: Bei auffrischendem Wind und bei Schnee wird er geschlossen, unbeaufsichtigt bleibt er nie offen. Jemand muss das tun — in der Gastro mit Namen in der Schließregel. Halt und Größe: Bodenhülse für den Sonnenschirm und Großschirm.

Wann passt ein Sonnensegel?

Das Segel ist eine gespannte Fläche zwischen festen Punkten: tragende Wand oder Mast mit Fundament. Es deckt große Flächen ohne Mast in jeder Tischinsel.

Grenze: ohne tragfähige Punkte kein Segel. Für Schnee sind Segel in der Regel nicht gebaut. Ein festes Segel nehmen Sie im Winter ab. Für aufrollbare Segel bieten manche Hersteller eine Winterschutzhülle an, Pina Design etwa eine Persenning für die Wintermonate. Welche Punkte den Zug tragen: Sonnensegel befestigen. Gastro-Logik: Sonnensegel in der Gastronomie. Regen und Gefälle: wasserdichtes Sonnensegel.

Wann passt eine Markise?

Die Markise beschattet die Tische direkt am Haus, ohne Mast im Servierweg. Die Last geht über Konsolen in die Fassade. markilux nennt für Gelenkarmmarkisen in der Regel Klasse 2, also Windstärke 5 — weniger als Glatz für den fest verankerten Großschirm Palazzo Noblesse. Herstellerangaben für die genannten Produkte, keine Norm.

Grenze: Bei Wind muss sie einfahren — von Hand oder über einen Windwächter. Flache Abendsonne fällt unter das Tuch, siehe Rechenbeispiel oben. Pergola-Markise und freistehende Markise brauchen Pfosten oder Stützen. Wind, Schattentiefe und Regeln der Städte: Markise in der Gastronomie.

Wann lohnt eine Pergola oder ein Terrassendach?

Pergola heißt hier Träger plus Fläche: Tuch, Lamelle oder festes Dach auf einer Konstruktion, die Sie stellen. Sie gibt der Terrasse einen klaren Grundriss und kann Regen ableiten.

Grenze: Das Tragwerk ist ein Bau. Mit festem Dach kann die Pergola als Terrassenüberdachung gelten — nach der Musterbauordnung verfahrensfrei bis 30 m² Fläche und 3 m Tiefe. Die Länder weichen ab: Bayern nennt in Art. 57 BayBO 30 m² ohne Tiefengrenze. Verfahrensfrei heißt nicht: ohne Regeln. Wer trägt Schnee und Rinne? Unter einem Dach gilt für die Abendsonne dieselbe Rechnung wie unter der Markise. Gastro: Terrassenüberdachung in der Gastronomie.

Wie beschatten Sie ein Glasdach über der Terrasse?

Unter einem Glasdach liegt die Markise entweder auf dem Glas oder darunter. Laut markilux und Warema fängt eine Aufglasmarkise die Sonnenstrahlen ab, bevor sie durch das Glas gehen; Warema nennt sie gegen Hitzestau die bessere Wahl. Die Unterglasmarkise ist laut Warema geschützt vor Wind, Regen und Verschmutzung. Für beide Bauarten nennt markilux modell- und größenabhängig höchstens Windwiderstandsklasse 3. Ab welchem Wind eine Wintergartenmarkise laut Bundesverband eingefahren werden soll: Windwiderstandsklasse bei Markisen.

Beide decken nur von oben. Auch unter dem Glasdach scheint flache Sonne seitlich herein — markilux nennt dafür ergänzende Vertikal- und Seitenmarkisen.

Was hilft gegen tiefe Sonne von der Seite?

Wo die Sonne morgens oder abends flach von der Seite kommt, hilft eine senkrechte Fläche an der Sonnenseite: eine Seitenmarkise, eine Senkrecht- oder Vertikalmarkise unter Dach oder Pergola, ein Volant-Rollo, das aus der Vorderkante der Markise nach unten fährt, oder eine Seitenwand am Großschirm. markilux und Warema beschreiben solche Elemente ausdrücklich als Schutz bei tiefstehender Sonne. Warema rät, die Seitenmarkise bei Unwetter und Sturm einzufahren.

Grenze: Ein Behang ersetzt kein Dach für die Mittagssonne, und er nimmt Aussicht. Auf öffentlichem Grund können Städte Seitenteile ausschließen: Köln lässt in der Außengastronomie keine Front- und Seitenteile an Sonnenschirmen und Markisen zu. Mehr dazu: Seitenwand am Sonnenschirm. Gastro: Windschutz in der Außengastronomie.

Reicht ein Baum als Beschattung?

Krone und Blatt statt Tuch — mit Zeitachse. Die Stadt Heidelberg rechnet bei jungen Stadtbäumen mit rund 10 bis 15 Jahren, bis sie ausreichend Schatten spenden. Laubabwerfende Kronen sind im Winter offen. Bis dahin trägt Textil die Saison. Ausführlich: Natürliche Beschattung der Terrasse.

In welcher Reihenfolge planen Sie?

  1. Sitze und Stoßzeit in eine Draufsicht zeichnen: 12 Uhr, 16 Uhr, 19 Uhr — welche Plätze müssen dann im Schatten liegen?
  2. Boden und Fassade klären: Dürfen Sie bohren, eine Hülse setzen, Punkte in die Wand legen — oder bleibt nur Ballast?
  3. Betrieb festlegen: Wer schließt bei Wind, wer birgt im Winter, wer schneidet den Baum?
  4. Ein führendes System pro Zone wählen: Schirm für die Inseln, Markise an der Fassade, Behang an der Sonnenseite.
  5. Erst dann Tuch, Farbe und Erscheinung.

Wer mit der Farbe beginnt, bohrt oft zweimal. Zwei Systeme über denselben Tischen brauchen eine klare Aufgabe je System, sonst entstehen Lücken und doppelte Last.

Was heißt das für Gastro, Hotel und privat?

Häufige Fragen

Welche Beschattung hält auf der Terrasse am meisten Wind aus?

Das hängt vom Modell ab, nicht von der Bauart. Ein festes Terrassendach ist ein Bauwerk mit eigener Statik und fährt nicht ein. Bei beweglichen Systemen nennen Hersteller sehr unterschiedliche Grenzen: Glatz für den Großschirm Palazzo Noblesse je nach Größe 65 bis 110 km/h, nur fest im Boden verankert; markilux für Gelenkarmmarkisen in der Regel Windstärke 5, für Pergola-Markisen Klasse 2 oder 3 je Modell. Das sind Herstellerangaben für die genannten Produkte, keine Norm. Ausführlich: Windige Terrasse.

Was hilft gegen die tiefe Abendsonne auf der Westterrasse?

Ein senkrechter Schutz an der Westseite: Seitenmarkise, Senkrechtmarkise oder ein Volant-Rollo an der Markise. Ein Dach oder Tuch allein lässt die flache Sonne darunter durch. In München liegt am 21. Juni um 19 Uhr unter einer 3 m tiefen Markise mit 2,50 m hoher Vorderkante kein Kopf eines sitzenden Gastes mehr im Schatten.

Sonnensegel oder Markise — was passt besser?

Die Markise braucht eine tragfähige Fassade und beschattet die Tische direkt am Haus. Das Segel braucht tragfähige Punkte und deckt größere Flächen auch weiter weg vom Haus. Beide lassen flache Sonne von der Seite durch.

Was, wenn ich nicht in den Boden bohren darf?

Dann entfällt die klassische Bodenhülse. Es bleiben Ballast für den Schirm, Punkte an einer tragenden Wand für das Segel, eine Markise an der Fassade oder eine freistehende Pergola auf genehmigtem Fundament. Nicht bohren heißt: die Last anders einleiten, nicht ungesichert aufstellen.

Quellen

Abgerufen zwischen dem 8. und 12. Oktober 2026, alle Angaben am 14. Oktober 2026 erneut geprüft. Herstellerangaben gelten für das genannte Produkt, Stand Abruf — keine Norm.

Werkzeug · Schattenwurf über den TagOrt, Terrasse und Stunde

Sonnenstand, Schattenlänge und Verschattungsgrad einer Fläche — reine Geometrie, weltweit gültig.

Weiterlesen

Anfrage zu diesem Artikel

Standort, Vorhaben, wie wir Sie erreichen. Die Nachricht geht an info@schattenatlas.de.