Technik

Sonnenschirm wasserdicht und windfest

Tuch gegen Regen, Halt gegen Wind.

Datenstand 2026-10-21·Redaktion Schatten Atlas

Ein Sonnenschirm ist wasserdicht und windfest, wenn Tuch und Gestell beides belegen. MAY nennt Tücher mit 1.000 mm Wassersäule und mehr „wasserdicht“; Glatz und MAY nennen Acryl „wasserabweisend“. Glatz schreibt für seine Schirme: bei auffrischendem Wind schließen, Seitenwände und Regenrinnen entfernen.

Welcher Stoff ist wasserdicht?

StoffRegen laut HerstellerEinsatz, Gewicht, Wind
Acryl, spinn­düsen­gefärbtBahama ≥ 350 mm, Glatz > 350 mm, MAY 370 mm; Glatz und MAY: „wasser­abweisend“Faltbare Gastro­schirme, Tuch tauschbar; Halt über Schnitt und Befes­tigung an den Armen
PolyesterGlatz > 100 bis > 150 mm; MAY MayTex-Poly (81 % Poly­ester) 1.000 mm, „wasser­dicht“; Bahama betex®05, ober­seitig beschichtet, ≥ 1.000 mmFaltbar; MAY 230 g/m², Bahama betex®05 ca. 200 g/m²
PVC-MembranMAY MayTex-PVC > 1.000 mm, „wasser­dicht“MAY 480 g/m²; nicht jedes Modell, Glatz führt PVC am Palazzo Noblesse als Spezial­stoff
PTFEDichtigkeit gehört zum Membran­bauFeste Membran­dächer, kein Faltschirm

Werte: Herstellerangaben, Stand Abruf 2026-10-21 — keine Norm und kein Standsicherheitsnachweis. Wassersäule nach DIN EN ISO 811, in Datenblättern wie bei MAY und Bahama noch unter dem alten Namen EN 20811. Alle Datenblattwerte je Stoff: Sonnenschirm-Stoff. Windgrenzen nach Modell, Größe und Anker: Windfester Sonnenschirm.

Keine Rangfolge: Für Sonne allein kann ein Acryltuch reichen. Für Gastro bei Schauer brauchen Sie Regenlinie und Windlinie. Bestellen Sie Tuch, Gestell und Halt als Satz. Dieselbe Frage am gespannten Segel, mit Mindestneigung je Stoff: Sonnensegel wasserdicht.

Was heißt „wasserdicht“ beim Sonnenschirm?

Eine Norm-Grenze, ab der ein Sonnenschirm „wasserdicht“ heißen darf, haben wir nicht gefunden. Das Wort wählt der Anbieter, die Zahl kommt aus der Prüfung: Die Wassersäule in Millimetern gibt an, bei welchem Wasserdruck das Tuch im Labor Wasser durchlässt. Glatz beschreibt das Verfahren so: Der Druck steigt, bis der dritte Tropfen auf der Innenseite erscheint.

Fragen Sie deshalb nach der Zahl, nicht nach dem Wort. Übertragen Sie keinen Wert auf ein anderes Tuch: Bahamas 350 mm gelten für Bahamas Acryl, nicht für jedes Acryl. Die Wassersäule beschreibt die Tuchfläche — nicht die Naht, nicht den Anker und nicht den Wind. Wer aus der 1.000-mm-Zeile „windfest“ liest, hat die Spalte gewechselt.

Regenlinie: was Sie am Schirm sehen

Wasser kommt von oben, sammelt sich in Mulden und sucht Nähte, Ösen und den Mastkragen.

Zwischen zwei Schirmen hilft das dichteste Tuch nicht: Die Fuge schließt nur eine Regenrinne. Wie das bei temporären Flächen aussieht: Regenschutz beim Event.

Imprägnierung ist eine Ausrüstung, keine Naht und kein Gefälle. Nachgesprühtes Tuch rettet einen tropfenden Kragen nicht.

Windlinie: was das Tuch am Arm hält

Wind kommt von der Seite, bläht die Fläche, reißt an Ecken, schlägt den Saum.

Ein Tuch, das im Schauer dicht wirkt, kann in der Böe aus den Klemmen wandern. Ein Tuch, das am Gestell bleibt, kann an der Naht tropfen. Ohne Halt und ohne Schließregel bleibt auch das dichteste Gewebe ein Segel.

Gastro, die bei Schauer offen bleibt, braucht beide Linien plus Personal, das nasses Tuch nicht in der Mulde stehen lässt: Gastronomie-Sonnenschirm. Schatten zur Stoßzeit: Schattenwurf-Rechner. Seitenwand und Regenrinne im Detail: Regenrinne und Seitenwand am Sonnenschirm.

Regen und Wind zugleich: was gilt zuerst?

Bei auffrischendem Wind hat der Regenschutz Pause. Glatz schreibt in seinen Wichtigen Hinweisen: Sonnenschirm „bei auffrischendem Wind, stürmischem Wetter oder Schneefall schliessen. Seitenwände und Regenrinnen sind zu entfernen.“ Unbeaufsichtigte Schirme sollen geschlossen, die Segmente gewickelt und mit Bindegurt gebunden werden. Für andere Marken gilt deren Anleitung.

Sie planen Schirme für Regen und Wind? Beschreiben Sie Fläche, Lage und Nutzung in der Anfrage.

Häufige Fragen

Gibt es Sonnenschirme, die wasserdicht und windfest sind?

Ja, wenn Tuch und Gestell beides belegen. „Wasserdicht“ nennt MAY seine Sonnenschirmstoffe MayTex-Poly mit 1.000 mm und MayTex-PVC mit mehr als 1.000 mm Wassersäule; Bahama gibt für betex®05 am Pure ≥ 1.000 mm an. Windfest ist ein Sonnenschirm bis zu dem Wert, den sein Hersteller für Modell, Größe und Verankerung nennt. Glatz schreibt für seine Schirme: bei auffrischendem Wind schließen, Seitenwände und Regenrinnen entfernen.

Ist ein wasserdichtes Tuch automatisch windfest?

Nein. Die Wassersäule eines Sonnenschirmtuchs, bei Bahama Pure zum Beispiel ≥ 1.000 mm für betex®05 und ≥ 350 mm für Acryl, sagt nichts darüber, wie viel Wind der Schirm offen aushält. Den Windwert nennt der Hersteller je Modell, Größe und Verankerung; prüfen Sie ihn getrennt vom Tuch.

Welches Material ist für Gastro das richtige?

Für den Gastro-Sonnenschirm gibt es keine Rangfolge. Acryl ist die übliche Familie faltbarer Schirme. Polyester reicht je nach Tuch von mehr als 100 mm Wassersäule (Glatz) bis 1.000 mm und mehr (MAY, Bahama). PVC ist die geschlossenere Membranfläche, PTFE typisch für stehende Architekturmembranen. Welche Familie zu Ihrer Nutzung passt und welche Datenblattwerte Sie verlangen, steht unter Sonnenschirm-Stoff: Acryl, Polyester, PVC oder PTFE.

Reicht Imprägnierung gegen Regen auf der Terrasse?

Imprägnierung ist Ausrüstung, keine Naht und kein Gefälle. Stehendes Wasser und der Mastkragen bleiben Schwachstellen. Für Gastro-Betrieb bei Schauer gehören Naht, Anschluss und Schließregel dazu. Wann und wie Sie nachimprägnieren: Sonnenschirm imprägnieren.

Quellen

Alle abgerufen am 2026-10-21.

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