Sonnenschirm wasserdicht und windfest
Tuch gegen Regen, Halt gegen Wind.
Ein Sonnenschirm ist wasserdicht und windfest, wenn Tuch und Gestell beides belegen. MAY nennt Tücher mit 1.000 mm Wassersäule und mehr „wasserdicht“; Glatz und MAY nennen Acryl „wasserabweisend“. Glatz schreibt für seine Schirme: bei auffrischendem Wind schließen, Seitenwände und Regenrinnen entfernen.
Welcher Stoff ist wasserdicht?
| Stoff | Regen laut Hersteller | Einsatz, Gewicht, Wind |
|---|---|---|
| Acryl, spinndüsengefärbt | Bahama ≥ 350 mm, Glatz > 350 mm, MAY 370 mm; Glatz und MAY: „wasserabweisend“ | Faltbare Gastroschirme, Tuch tauschbar; Halt über Schnitt und Befestigung an den Armen |
| Polyester | Glatz > 100 bis > 150 mm; MAY MayTex-Poly (81 % Polyester) 1.000 mm, „wasserdicht“; Bahama betex®05, oberseitig beschichtet, ≥ 1.000 mm | Faltbar; MAY 230 g/m², Bahama betex®05 ca. 200 g/m² |
| PVC-Membran | MAY MayTex-PVC > 1.000 mm, „wasserdicht“ | MAY 480 g/m²; nicht jedes Modell, Glatz führt PVC am Palazzo Noblesse als Spezialstoff |
| PTFE | Dichtigkeit gehört zum Membranbau | Feste Membrandächer, kein Faltschirm |
Werte: Herstellerangaben, Stand Abruf 2026-10-21 — keine Norm und kein Standsicherheitsnachweis. Wassersäule nach DIN EN ISO 811, in Datenblättern wie bei MAY und Bahama noch unter dem alten Namen EN 20811. Alle Datenblattwerte je Stoff: Sonnenschirm-Stoff. Windgrenzen nach Modell, Größe und Anker: Windfester Sonnenschirm.
Keine Rangfolge: Für Sonne allein kann ein Acryltuch reichen. Für Gastro bei Schauer brauchen Sie Regenlinie und Windlinie. Bestellen Sie Tuch, Gestell und Halt als Satz. Dieselbe Frage am gespannten Segel, mit Mindestneigung je Stoff: Sonnensegel wasserdicht.
Was heißt „wasserdicht“ beim Sonnenschirm?
Eine Norm-Grenze, ab der ein Sonnenschirm „wasserdicht“ heißen darf, haben wir nicht gefunden. Das Wort wählt der Anbieter, die Zahl kommt aus der Prüfung: Die Wassersäule in Millimetern gibt an, bei welchem Wasserdruck das Tuch im Labor Wasser durchlässt. Glatz beschreibt das Verfahren so: Der Druck steigt, bis der dritte Tropfen auf der Innenseite erscheint.
- MAY nennt MayTex-Acryl mit 370 mm „wasserabweisend“, MayTex-Poly mit 1.000 mm und MayTex-PVC mit mehr als 1.000 mm „wasserdicht“: MAY, Farben und Textilien.
- Glatz schreibt, Sonnenschirme seien „grundsätzlich“ wasserabweisend, „aber nicht wasserdicht“, und gibt für die Stoffqualität 5 mehr als 350 mm an: Glatz, Sonnenschirm wasserdicht.
- Bahama gibt am Pure für betex®05, ein oberseitig beschichtetes Polyester, ≥ 1.000 mm an und für sein spinndüsengefärbtes Acrylgewebe ≥ 350 mm; beides heißt dort „Hohe Wasserdichtigkeit“: Bahama Pure.
- Ein Fachhändler wertet Tücher ab 700 mm als „annähernd wasserdicht“ und erst verschweißte PVC-Planen oder Persenningstoffe ab 1.000 mm als 100 % wasserdicht: schirm-shop.eu, Wasserdichte Sonnenschirme.
Fragen Sie deshalb nach der Zahl, nicht nach dem Wort. Übertragen Sie keinen Wert auf ein anderes Tuch: Bahamas 350 mm gelten für Bahamas Acryl, nicht für jedes Acryl. Die Wassersäule beschreibt die Tuchfläche — nicht die Naht, nicht den Anker und nicht den Wind. Wer aus der 1.000-mm-Zeile „windfest“ liest, hat die Spalte gewechselt.
Regenlinie: was Sie am Schirm sehen
Wasser kommt von oben, sammelt sich in Mulden und sucht Nähte, Ösen und den Mastkragen.
- Straffes Tuch, kein Sack in der Mitte — stehendes Wasser ist Last, nicht nur Nässe.
- Saum und Ecken mit erkennbarer Befestigung.
- Naht genäht oder verschweißt? Die Wassersäule gilt für die Tuchfläche. Laut schirm-shop.eu lassen genähte Nähte bei heftigem Regen kleine Mengen Wasser durch die Nadellöcher; verschweißte Nähte sind dicht, sofern sauber verschweißt wurde.
- Anschluss am Kragen: eine häufige Tropfstelle.
- Volant: zusätzlicher Saum, zusätzliche Naht, zusätzliche Angriffsfläche.
Zwischen zwei Schirmen hilft das dichteste Tuch nicht: Die Fuge schließt nur eine Regenrinne. Wie das bei temporären Flächen aussieht: Regenschutz beim Event.
Imprägnierung ist eine Ausrüstung, keine Naht und kein Gefälle. Nachgesprühtes Tuch rettet einen tropfenden Kragen nicht.
Windlinie: was das Tuch am Arm hält
Wind kommt von der Seite, bläht die Fläche, reißt an Ecken, schlägt den Saum.
- Liegt das Tuch an jedem Arm an, oder flattert ein Feld?
- Sind Ecken gefasst — Keder, Tasche, Lasche —, oder nur genäht?
- Gibt es einen Weg nachzuspannen, ohne die ganze Fläche zu tauschen?
- Volant mitrechnen: Beim Glatz Palazzo Noblesse liegt die zulässige Windgeschwindigkeit mit Volant 10 km/h tiefer (Glatz, Flyer Palazzo Noblesse, PDF). Für andere Modelle gilt deren eigene Tabelle.
- Nur bis zur Tuchspannung kurbeln: Laut Glatz-Hinweisen stoppen Sie, sobald die Stoffspannung erreicht ist, und drehen nicht bis zum Sicherheitsanschlag.
Ein Tuch, das im Schauer dicht wirkt, kann in der Böe aus den Klemmen wandern. Ein Tuch, das am Gestell bleibt, kann an der Naht tropfen. Ohne Halt und ohne Schließregel bleibt auch das dichteste Gewebe ein Segel.
Gastro, die bei Schauer offen bleibt, braucht beide Linien plus Personal, das nasses Tuch nicht in der Mulde stehen lässt: Gastronomie-Sonnenschirm. Schatten zur Stoßzeit: Schattenwurf-Rechner. Seitenwand und Regenrinne im Detail: Regenrinne und Seitenwand am Sonnenschirm.
Regen und Wind zugleich: was gilt zuerst?
Bei auffrischendem Wind hat der Regenschutz Pause. Glatz schreibt in seinen Wichtigen Hinweisen: Sonnenschirm „bei auffrischendem Wind, stürmischem Wetter oder Schneefall schliessen. Seitenwände und Regenrinnen sind zu entfernen.“ Unbeaufsichtigte Schirme sollen geschlossen, die Segmente gewickelt und mit Bindegurt gebunden werden. Für andere Marken gilt deren Anleitung.
- Schauerbetrieb: Legen Sie in Ihrer Schließregel einen Windwert unter dem Herstellerwert fest und eine Person, die Rinnen und Seitenwände vorher abnimmt. Reihenfolge und Zeitbedarf: Windfester Gastro-Sonnenschirm.
- Nach dem Schauer: MAY schreibt, nasses Acryltuch müsse baldmöglichst zum Trocknen wieder aufgespannt werden. Aufspannen nur, solange der Wind unter der Grenze des Modells liegt. Die Schutzhülle kommt laut Glatz nur trocken über einen trockenen Schirm.
- Sturm angesagt: Welche Schirme wann zu sind und wer sie bindet: Sturmsicherer Sonnenschirm.
Sie planen Schirme für Regen und Wind? Beschreiben Sie Fläche, Lage und Nutzung in der Anfrage.
Häufige Fragen
Gibt es Sonnenschirme, die wasserdicht und windfest sind?
Ja, wenn Tuch und Gestell beides belegen. „Wasserdicht“ nennt MAY seine Sonnenschirmstoffe MayTex-Poly mit 1.000 mm und MayTex-PVC mit mehr als 1.000 mm Wassersäule; Bahama gibt für betex®05 am Pure ≥ 1.000 mm an. Windfest ist ein Sonnenschirm bis zu dem Wert, den sein Hersteller für Modell, Größe und Verankerung nennt. Glatz schreibt für seine Schirme: bei auffrischendem Wind schließen, Seitenwände und Regenrinnen entfernen.
Ist ein wasserdichtes Tuch automatisch windfest?
Nein. Die Wassersäule eines Sonnenschirmtuchs, bei Bahama Pure zum Beispiel ≥ 1.000 mm für betex®05 und ≥ 350 mm für Acryl, sagt nichts darüber, wie viel Wind der Schirm offen aushält. Den Windwert nennt der Hersteller je Modell, Größe und Verankerung; prüfen Sie ihn getrennt vom Tuch.
Welches Material ist für Gastro das richtige?
Für den Gastro-Sonnenschirm gibt es keine Rangfolge. Acryl ist die übliche Familie faltbarer Schirme. Polyester reicht je nach Tuch von mehr als 100 mm Wassersäule (Glatz) bis 1.000 mm und mehr (MAY, Bahama). PVC ist die geschlossenere Membranfläche, PTFE typisch für stehende Architekturmembranen. Welche Familie zu Ihrer Nutzung passt und welche Datenblattwerte Sie verlangen, steht unter Sonnenschirm-Stoff: Acryl, Polyester, PVC oder PTFE.
Reicht Imprägnierung gegen Regen auf der Terrasse?
Imprägnierung ist Ausrüstung, keine Naht und kein Gefälle. Stehendes Wasser und der Mastkragen bleiben Schwachstellen. Für Gastro-Betrieb bei Schauer gehören Naht, Anschluss und Schließregel dazu. Wann und wie Sie nachimprägnieren: Sonnenschirm imprägnieren.
Quellen
Alle abgerufen am 2026-10-21.
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