Einsatz

Sonnenschutz und Beschattung in der Gastronomie

Schirm, Segel, Markise oder Dach: welches Verfahren in welche Zone gehört. Checkliste vor der Saison, Bearbeitungszeiten, Schatten am Nachmittag.

Datenstand 2026-10-24·Redaktion Schatten Atlas

Sonnenschutz in der Gastronomie ist die Frage, welche Tische um 16 Uhr noch besetzt sind. Nicht, welcher Schirm im Katalog am größten ist. Zuerst klären Sie Fläche, Erlaubnis, Sitze zur Stoßzeit, Anker und wer bei Wind schließt; danach wählen Sie das Verfahren: Schirm, Segel, Markise, Dach. Diese Seite ordnet oben die Verfahren den Zonen zu; darunter steht die Betriebsliste vor der Bestellung.

Welches Verfahren für welche Zone?

VerfahrenPasst, wennGrenze
Gastro-Sonnen­schirmTisch­inseln in der Saison Schatten brauchen; Größen bis zum Groß­schirmder Schatten wandert am Nach­mittag vom Tisch weg; Schließen ist Arbeit jeder Schicht
Ampelschirmdie Tisch­mitte frei bleiben sollder Seitenarm hebelt schon ohne Wind; Hülse und Fuß nach Bauart wählen
Sonnen­segel für die Gastro­nomiefeste Punkte Zug tragen; die Fläche lange stehen oder per Kurbel oder Motor einfahren solljeder Punkt braucht Statik; fest gespannt kein tägliches Auf und Zu
Markisedie Tische direkt an der Fassade stehen und der Servier­weg frei von Masten bleiben sollflache Abendsonne fällt unter das Tuch; die Gelenk­arm­markise hält laut Herstellern meist weniger Wind aus als ein fest ver­ankerter Groß­schirm
Terrassen­überdachungSie bei Regen und oft auch im Winter einen Raum brauchenkein größeres Tuch: oft ein Bau­vorhaben, dazu Schnee und Ent­wässerung
Seitenwand und Regenrinneder Schirm bei Schauern offen bleiben sollSeiten­wände auf öffentlichem Grund etwa in Köln und Frankfurt nicht zulässig; Regen­rinnen erlaubt Köln
SchirmbarAusschank und Gäste unter einem Dach stehen sollen, auch bei Schauernwandert sie von Ort zu Ort, gelten die Regeln für Fliegende Bauten, unter Umständen mit Prüf­buch; Größen und Höhen im Ratgeber
WindschutzGäste Zug am Knie spürengibt keinen Schatten von oben; der Schirm wird davon nicht windfest

Ein Verfahren pro Zone: Inseln unter Schirmen, feste Fläche unter Segel oder Dach, gegen Zug am Knie ein Windschutz. Orientierung für die Beschaffung, kein Standsicherheitsnachweis.

Checkliste vor der Saison

  1. Eigentum der Fläche. Privater Vorplatz, Hotelgarten, Gehweg? Ein Fuß auf öffentlichem Grund macht aus dem Aufbau Sondernutzung. Ohne diese Klärung stoppen. Was wo gilt: Außengastronomie.
  2. Genehmigtes Maß und Vorlauf. Tiefe, Länge, ob Schirme in der Skizze stehen, ob nachts geräumt wird. Bestellen Sie in die Erlaubnis hinein, nicht darüber hinaus. Rechnen Sie mit Wochen: Düsseldorf nennt für Außengastronomie mindestens 25 Werktage Bearbeitungszeit. In Köln beantragen Sie die Sondernutzungserlaubnis jedes Jahr neu, saisonal vom 1. März bis 31. Oktober oder ganzjährig. Planen Sie den Antrag so, dass die Bearbeitung vor dem Aufbautermin abgeschlossen ist.
  3. Sitze zur Stoßzeit. Welche Plätze müssen um 12 Uhr und um 16 Uhr im Schatten liegen? Mittag allein reicht nicht.
  4. Draufsicht. Ort, Datum, Fläche, Kante im Schattenwurf-Rechner. Die Nachmittagslücke sehen, bevor die Stückzahl festliegt. Die ganze Schrittfolge mit zwei Daten und Ihren Stoßzeiten: Schattenanalyse für Gastronomie-Terrassen.
  5. Lage. Geschützt, normal, exponiert. Dieselbe Kante verhält sich im Innenhof anders als an der Straßenecke: Lage, Anker und Schirmgröße. Die Zone Ihres Standorts: Windzone nach PLZ.
  6. Anker. Dürfen Sie bohren? Bodenhülse auf dauerhaftem Belag, Ballast auf Mietflächen, auf dem Dach und oft auf dem Gehweg.
  7. Masttyp. Mittelmast in der Insel oder Ampelschirm mit freier Platte? Eine Mittelmast-Hülse gilt für den Ampelschirm nur, wenn der Hersteller sie auch dafür nennt; gleicher Durchmesser reicht nicht. Es zählt die Hülse, die der Hersteller für diesen Ampelschirm nennt.
  8. Schließregel schriftlich. Wer schließt in der Schicht, auch bei vollen Tischen? Ohne Namen an der Regel ist „windfest“ ein Adjektiv. Mehr: Windfester Gastro-Sonnenschirm.
  9. Winter. Bei Schnee schließen Sie den Schirm; Glatz und MAY schreiben das in ihren Anleitungen vor, MAY nennt den Schirm ausdrücklich nicht für Schneelasten ausgelegt. Ob er über den Winter stehen bleibt oder abgebaut wird, regelt die Anleitung des Herstellers. Klären Sie das im selben Auftrag wie den Schirm.
  10. Erst dann Tuch und Farbe. Nicht davor. Material: Sonnenschirm-Stoff; was das Tuch gegen UV leistet und was nicht: UV-Schutz am Sonnenschirm.

Wenn ein Punkt offen ist, bleibt die Kante offen. Ein Gastronomie-Sonnenschirm ohne diese zehn Zeilen ist ein Möbel, das die Saison nicht trägt. Steht die Liste, schreiben Sie uns über das Anfrageformular am Ende dieser Seite; was in die Nachricht gehört, steht im Abschnitt „Was in Ihre Anfrage gehört“ kurz davor.

Wie viel Schatten bleibt am Nachmittag?

Ein Rechenbeispiel aus dem Ratgeber Gastronomie-Sonnenschirm: München, 15. August, Terrasse 10 × 5 m nach Süden, Hauswand an der 10-m-Seite, zwei Schirme 4 × 4 m mit 3 m Unterkante. Anteil der Terrasse im Schatten, Uhrzeit MESZ, gerechnet mit dem Schattenwurf-Rechner:

UhrzeitTerrasse im Schatten
13 Uhr40 %
16 Uhr32 %
18 Uhr20 %

Dieselben Schirme schützen um 18 Uhr nur noch die Hälfte der Fläche, die sie um 13 Uhr schützen. Der Schatten wandert umso weiter vom Tuch weg, je tiefer die Sonne steht. Selbst nachrechnen: Beispiel 16 Uhr im Rechner. Tragen Sie Ort, Datum, Maße und Ausrichtung Ihrer Terrasse ein; mit dem Ergebnis können Sie direkt eine Anfrage stellen. Geometrische Orientierung ohne Fassaden und Bäume, kein Standsicherheitsnachweis. Für viele Tische in Reihen und lange Abende: Schirmraster für Biergärten. Für eine einzelne große Kante mit Wind-, Gewichts- und Schattenwerten: Gastro-Sonnenschirm 5 × 5 m.

Was der Service braucht, das der Katalog nicht liefert

Die Schicht entscheidet, nicht der Prospekt. Schäden kommen bei Böen, während Gäste sitzen. Deshalb steht die Schließzeit in der Checkliste über der Farbe. Ein Schirm, den nur eine Person schließen kann, fällt in der nächsten Schicht aus. Ein Schirm, der über die genehmigte Grenze ragt, fällt beim Ordnungsamt aus.

Öffentlicher Grund und privater Grund sind zwei Beschaffungen. Auf dem Gehweg zählt die Sondernutzungserlaubnis: Fläche, Zeiten, oft kein Einbetonieren. Auf der eigenen Terrasse bleiben Hülse und Winterbetrieb die Regel. Mischen Sie die beiden nicht in einer Bestellung. Soll ein Logo aufs Tuch, entscheidet auf dem Gehweg die Richtlinie der Stadt über Zone und Absender: Sonnenschirm mit Logo: was die Stadt erlaubt.

Segel und Dach sind eigene Vorhaben mit eigenem Anker und oft eigener Genehmigung. Bestellen Sie sie nicht im selben Auftrag wie die Schirme, solange nicht feststeht, welche Zone sie übernehmen. Eine Seitenwand hängt am Schirm und gehört in dessen Schließregel.

Häufige Fragen

Welche Alternativen gibt es zum Sonnenschirm auf der Gastro-Terrasse?

Statt Schirmen beschatten Sonnensegel, Markise, Pergola-Markise oder ein festes Dach die Terrasse. Das Segel braucht Punkte, die Zug tragen. Die Markise beschattet die Tische an der Fassade ohne Mast im Servierweg; flache Abendsonne fällt aber unter das Tuch. Ein Dach ist ein Raum, kein größeres Tuch, und oft ein Bauvorhaben mit eigener Genehmigung. Welcher Ratgeber Ihre Zone behandelt: Markise für die Gastronomie, Sonnensegel in der Gastronomie, Terrassenüberdachung in der Gastronomie.

Sind Heizstrahler in der Gastronomie erlaubt?

Das regelt die Stadt, auf öffentlichem Grund in ihrer Satzung oder Richtlinie. München lässt auf Freischankflächen keine Heizstrahler zu (Schanigarten München). In Hamburg entscheidet der Bezirk; ein Altonaer Bescheid von 2023 untersagte Heizstrahler aller Art (Sondernutzung Hamburg). Köln lässt Gasheizpilze und Gasheizstrahler grundsätzlich nicht zu und empfiehlt, Außenbereiche gar nicht zu beheizen; Infrarotstrahler können zugelassen werden, wenn schon eine Stromquelle da ist. Zwölf Städte im Wortlaut, Gas und Strom getrennt: Heizpilz-Verbot in der Außengastronomie. Was der Schirm dafür braucht: Sonnenschirm-Seitenwand, Regenrinne und Heizstrahler.

Brauche ich für Schirme auf dem Gehweg eine Erlaubnis?

Ja, für öffentlichen Grund brauchen Sie eine Sondernutzungserlaubnis. Köln verlangt für Außengastronomie auf Straßenland eine erweiterte Gaststättenerlaubnis und eine Sondernutzungserlaubnis, unter Umständen dazu eine baurechtliche Genehmigung. Ablauf, Unterlagen und Gebühren: Sondernutzungserlaubnis; Kölner Zonen, Gebühren und Schirmregeln: Außengastronomie in Köln. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Was diese Seite nicht ist

Kein zweiter Ratgeber, kein Shop, keine Sitzzahl. Windwerte stehen in den Ratgebern, nur als Herstellerangabe mit Abrufdatum. Im Herstellerverzeichnis stehen Namen alphabetisch, ohne Rang. Wenn Fläche, Lage und Schließzeit klar sind, schreiben Sie uns; was in die Nachricht gehört, steht direkt darunter. Wir ordnen den Standort. Wir verkaufen keinen Schirm.

Was in Ihre Anfrage gehört

Damit wir den Standort ordnen können, schreiben Sie in die Nachricht:

  1. Ort und Eigentum. PLZ oder Adresse und ob die Fläche privat ist oder auf öffentlichem Grund liegt; bei Sondernutzung das genehmigte Maß, falls Sie es schon haben.
  2. Fläche und Ausrichtung. Breite und Tiefe in Metern und die Himmelsrichtung, in die die Terrasse zeigt.
  3. Sitze zur Stoßzeit. Wie viele Plätze um 12 Uhr und um 16 Uhr im Schatten liegen sollen. Am besten mit dem Link aus dem Schattenwurf-Rechner („Link zum Ergebnis kopieren“).
  4. Windzone. Die Zone aus der Windzonen-Suche nach PLZ; ob der Platz geschützt, normal oder exponiert liegt, wählen Sie im Formular im Feld Windlage.
  5. Untergrund. Dürfen Sie bohren und betonieren, oder geht nur Ballast?
  6. Verfahren und Schließen. Schirm, Segel, Markise, Dach oder noch offen; und wer in der Schicht bei Wind schließt.
  7. Bestand und Termin. Was schon steht (Schirme, Hülsen, Markise) und ab wann die Fläche Schatten braucht.

Im Formular unten sind Nutzung „gewerblich“ und Einsatz „Gastronomie“ schon gewählt. Das Formular öffnet Ihr E-Mail-Programm mit einer Nachricht an info@schattenatlas.de.

Quellen

Webquellen abgerufen am 9. Oktober 2026, der Altonaer Bescheid am 23. Oktober 2026.

Wissen · Schattenwurf · Lexikon

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