Verschattungsgrad
Der Verschattungsgrad ist der Anteil einer Fläche, der zu einem Zeitpunkt im Schatten liegt — nicht die Qualität des Tuchs.
Der Verschattungsgrad ist der Anteil einer Fläche, der zu einem Zeitpunkt im Schatten eines oder mehrerer Schirme liegt. Er beantwortet, wie viel Terrasse jetzt im Schatten sitzt — nicht, wie dunkel das Tuch ist.
Abgrenzung
Verschattungsgrad ist keine Materialkennziffer und kein UV-Schutz. Er beschreibt Geometrie: Objekt, Standort, Sonnenstand, Grundriss. Bewölkung, Streulicht und Nachbargebäude gehören nicht dazu, solange sie nicht modelliert sind. Was ein Schatten gegen UV leistet und was nicht: UV-Schutz unter dem Sonnenschirm.
Wo sich die Schatten zweier Schirme decken, zählt die Fläche einmal, nicht doppelt. Der Wert ist eine Momentaufnahme; er ändert sich, sobald die Sonne weiterwandert. Ein hoher Verschattungsgrad um 11 Uhr sagt nichts über 16 Uhr. Er ist auch kein Nachweis für Behaglichkeit: wer sitzt, spürt Strahlung, Wind und Reflexion.
Wo es vorkommt
In der Planung einer Gastro- oder Hotelterrasse, wenn Sie prüfen, ob die Sitze zur Stoßzeit beschattet sind. Ob ein großer oder zwei kleinere Schirme: Bei gleicher Tuchfläche ist der Verschattungsgrad im Tagesmittel fast gleich; zur einzelnen Stunde verschiebt die Aufteilung ihn. Am Nachmittag entscheidet, wo der Mast steht.
Auf öffentlichen Plätzen zeigt er, welcher Anteil der Sitz- und Wegefläche zur geplanten Stunde im Schatten liegt. Der Schattenwurf-Rechner gibt den Verschattungsgrad als Anteil der eingegebenen Fläche aus. Das Verfahren ist Rastergeometrie, keine Norm.
Siehe auch
Den Verlauf über den Tag: Sonnenstand und Schattenwurf. Die Methode hinter der Flächenbetrachtung: Schattenanalyse Schritt für Schritt.
Zu den Ratgebern · Datenstand 2026-08-25 · Redaktion Schatten Atlas