Ampelschirm

Ein Ampelschirm ist ein Sonnenschirm mit Seitenarm: der Mast steht neben der Fläche, der Tisch darunter bleibt frei von einem Mittelmast.

Ein Ampelschirm ist ein Sonnenschirm mit seitlichem Mast und auskragendem Arm. Das Tuch steht über der Fläche, der Mast daneben; der Tisch darunter bleibt frei.

Abgrenzung

Ampelschirm ist nicht Mittelmast. Beim Mittelmast sitzt der Mast in der Tuchmitte, die Last geht vorwiegend senkrecht in die Verankerung. Beim Ampelschirm wirkt ein seitliches Moment: Wind und Eigengewicht wollen den Mast verdrehen und aushebeln. Hülsen und Angaben für den Mittelmast gelten deshalb nicht automatisch.

Ampelschirm ist auch kein freitragendes Membrandach und kein Sonnensegel. Im Handel heißt derselbe Typ oft Seitenarm oder Kragarm — gemeint ist die Last aus der Auskragung. Eine Bodenhülse ändert den Hebel nicht. Der freie Tisch ist ein Nutzen, keine Freigabe für größere Tuchflächen an exponierter Lage.

Wo es vorkommt

In der Gastronomie, wo der Mittelmast in der Tischmitte stört: Servicewege, große Tafeln, freie Tischmitte. In Hotels an Lounges und Pools, wenn Gänge frei bleiben sollen. Auf öffentlichen Plätzen und Events seltener in Reihen, weil der Arm in Achsen und Laufwege greift.

Auf Dachterrassen zählt der Hebel in die Decke. Die Hülse muss zum Mast und zum Moment passen, nicht nur zum Durchmesser. Wer den Schirm schließt, muss den Arm erreichen können — Bedienung ist Teil der Typwahl.

Siehe auch

Hülse und Hebel: Ampelschirm mit Bodenhülse. Das Gegenstück mit Mast in der Tuchmitte ist der Mittelmast.

Weitere Begriffe

Zu den Ratgebern · Datenstand 2026-08-25 · Redaktion Schatten Atlas