Das Resort Bergkristall Natur & Spa in Oberstaufen (Allgäu) hat nach der Spa-Erweiterung 2025 im Jahr 2026 neue See- und Bergsuiten sowie den Bergsee eröffnet und die großzügigen Südfassaden mit Fenstermarkisen von MHZ beschattet. Das berichtet bauelemente bau am 4. September 2026. Gastgeber ist die Familie Lingg; den Umbau begleiten Alpstein Architekten. Das Sonnenschutzkonzept erarbeiteten Bernd Wegmann (MHZ-Fachberater) und Franziska Heine (Raumausstatterin Fink im Haus) gemeinsam mit dem Architekturbüro.
Welche Markisen stehen im SPA — und welche in den See-Suiten?
Die Quelle trennt zwei Lagen, keine Stückzahlen. Im SPA stehen zip-6-Anlagen als Sonderkonstruktionen. An den See-Suiten wurden Fenstermarkisen zip_2.0 in Einputzvariante eingebaut. Die kompakten Systeme sollen große Spannweiten tragen und sich nahezu unsichtbar in die Fassade legen.
Das ist Fassadenbeschattung, kein frei stehender Schirm. Die Markise sitzt in der Öffnung. Wer nur Terrassenbeschattung denkt, landet beim falschen Gewerk: hier zählt die Pfosten-Riegel-Fassade, nicht der Mastabstand. g-Werte, UV-Angaben, Windklassen und Einbautiefen in Millimetern nennt der Objektbericht nicht. „Geringe Einbautiefen“ und „große Spannweiten“ bleiben qualitative Vorgaben, keine bemessenen Fachwerte.
Neben den sechs See-Suiten am neu angelegten Bergsee entstanden weitere Bergsuiten und das Restaurant „Stube 3“. Ob die genannten Markisen auch am Restaurant sitzen, sagt die Quelle nicht.
Warum Fassadenintegration statt frei stehendem Sonnenschutz?
Die neuen Suiten öffnen sich mit raumhohen Glasflächen nach Süden. Sommerlicher Wärmeschutz an einer solchen Öffnung ist eine andere Aufgabe als Schatten auf einer Hotelterrasse. Entscheidend waren laut Bericht: der freie Ausblick, geringe Einbautiefen, die Integration in die Fassadenkonstruktion und Lösungen für Eckverglasungen.
Armin Tittel, Geschäftsführer von Alpstein Architekten: „Die Architektur der neuen See- und Bergsuiten lebt vom unmittelbaren Bezug zur umgebenden Natur.“ Großformatige Verglasungen sollten Innen- und Außenraum verbinden. „Damit dieses Konzept seine Wirkung entfalten kann, musste sich der Sonnenschutz gestalterisch zurücknehmen und zugleich höchste Anforderungen an Komfort und Funktion erfüllen.“
Franziska Heine: „Gefragt war eine Sonnenschutzlösung, die sich harmonisch in die Fassade integriert, mit den geringen Platzverhältnissen zurechtkommt und zugleich große Glasflächen zuverlässig beschattet.“ Ausschlaggebend seien kompakte Bauweise und lösungsorientierte Beratung gewesen.
Die technischen Gewebe sollen den Wärmeeintrag reduzieren und das Energiekonzept mit Erdwärmepumpe unterstützen. Einen Kennwert zum Gewebe oder zur Pumpe nennt die Quelle nicht.
Die neuen Suiten haben 65 bis 95 Quadratmeter Wohnfläche und private Wellnessbereiche mit Sauna, Infrarot und Whirlpool. Sabine Lingg, Geschäftsführerin des Bergkristall Natur & Spa: „Das Bergkristall hat sich über viele Jahre entwickelt und dennoch seinen Charakter bewahrt. Genau das ist uns auch bei den neuen Suiten wichtig. Sie bieten unseren Gästen mehr Raum und Privatheit und bleiben gleichzeitig eng mit dem Ort und der Landschaft verbunden.“ Seit mehr als 20 Jahren wird das Resort laut Quelle immer wieder umgebaut.
Der Schattenwurf-Rechner zeigt den Tagesgang in der Draufsicht; er ersetzt keine Fassadenplanung. Den Sonnenstand erklärt Schattenwurf über den Tag.
Was ändert das für Hotel, Planer und Gastro?
Hotel. Bergkristall dokumentiert eine Entscheidung an der Gebäudehülle, nicht an der Lounge-Terrasse. Der Hub Einsatz Hotel denkt Dauerbetrieb vor allem als Schirm, Pool und Dach. Diese Akte ergänzt die dritte Lage: Südfassade, Suite, privater Wellnessbereich. Wer raumhohes Glas nach Süden plant, schreibt den Sonnenschutz in die Fassade, bevor die Möblierung festliegt. Einputz, Eckglas und freier Blick sind Spezifikation, kein Nachtrag der Housekeeping.
Planer. Blickachse und sommerlicher Wärmeschutz zuerst, dann Typ. Tittels Satz — der Sonnenschutz muss sich gestalterisch zurücknehmen — ist die Schnittstelle zwischen Öffnung und textilem Gewerk. Analog für Planungsbüros: Einputz, Sonderkonstruktion an der Eckverglasung und Gewebe zum Energiekonzept stehen im Leistungsverzeichnis, bevor eine Typenbezeichnung wandert. Das Herstellerverzeichnis bleibt alphabetisch, ohne Rang; MHZ hat dort noch kein Profil — die Nennung folgt der Quelle, nicht einer Aufnahme. Dieselbe Physik — Hitze durch Glas, außen liegende Beschattung hält sie draußen — trägt die R+T-Meldung zur Gebäudeöffnung.
Gastro. Verglaste Gästefläche kennt auch die Hotelgastronomie. Eine Suite mit privater Sauna ist trotzdem kein Terrassenvertrag. Kriterien für den Gastronomie-Sonnenschirm und den Einsatz Gastronomie gelten für die Betriebsfläche im Freien, nicht für die zip-Anlage in der See-Suite.
Das ist eine andere Story als Neuwied und Bensheim: dort öffentliche Höfe, hier ein Hotelumbau mit zwei Markisentypen. Weitere Stücke im Magazin; Ortsakten unter Projekte. Diese Meldung bleibt die News, keine parallele Projektakte.
Häufige Fragen
Welche MHZ-Systeme wurden im Bergkristall eingebaut?
Im SPA zip-6-Anlagen als Sonderkonstruktionen; an den See-Suiten Fenstermarkisen zip_2.0 in Einputzvariante. Angabe bauelemente bau, Objektbericht 4. September 2026. Stückzahlen je Typ stehen in der Quelle nicht.
Wie groß sind die neuen Suiten?
65 bis 95 Quadratmeter Wohnfläche, mit privaten Wellnessbereichen (Sauna, Infrarot, Whirlpool). Sechs See-Suiten liegen am neu angelegten Bergsee; weitere Bergsuiten nennt der Bericht ohne eigene Flächenangabe.
Wer hat das Sonnenschutzkonzept erarbeitet?
Bernd Wegmann (MHZ-Fachberater) und Franziska Heine (Raumausstatterin Fink im Haus) in Abstimmung mit Alpstein Architekten. Bauherrin ist die Gastgeberfamilie Lingg, Geschäftsführerin Sabine Lingg.
Ist das eine Produktempfehlung?
Nein. Der Objektbericht beschreibt eine ausgeführte Hotelanlage. Das ist keine Prüfung, kein Testsieger und kein Preis.