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R+T 2027: über 990 Aussteller und Premiere Future Skins Award

Zur R+T 2027 (15.–19. Februar, Stuttgart) sind laut Messeleitung mehr als 990 Unternehmen aus 44 Ländern angemeldet; 97 Prozent der Fläche sind belegt — neu sind die R+T Stage und der Future Skins Award.

Melanie Brenner und Philipp Götz, Manager Messe- und Eventleitung der R+T bei der Messe Stuttgart, haben der GLASWELT (Ausgabe 09-2026, 8. September 2026, Gespräch Olaf Vögele) den Anmeldestand genannt: mehr als 990 Unternehmen aus 44 Ländern, 97 Prozent der verfügbaren Fläche belegt. Die Weltleitmesse für Rollladen, Tore und Sonnenschutz läuft vom 15. bis 19. Februar 2027 in Stuttgart. Neu im Interview: die R+T Stage in der Mahle Halle (Halle 4) und die Premiere des Future Skins Award, Preisverleihung am 17. Februar.

Das ist ein Anmeldestand plus Formatwechsel, kein Hallenplan und kein Besucherzähler 2027. Termin, Gebäudeöffnung / EPBD und Innovationspreis stehen getrennt.

Wie steht der Anmeldestand — und was ändert sich in der Halle?

Brenner nennt im Interview mehr als 990 angemeldete Unternehmen aus 44 Ländern und 97 Prozent belegte Fläche — Vorzeichen wenige Monate vor der Messe. Götz stellt das in der GLASWELT neben die R+T 2024: dort ca. 1.020 Unternehmen und über 61.000 Fachbesucher. Das ist sein Vergleich, keine Prognose für 2027.

Die Hallenstruktur ist laut Brenner weiterentwickelt. Die Mahle Halle (Halle 4) wird breiter aufgestellt. Dort sitzen innenliegender Sonnenschutz, Insektenschutz, Markisen und Terrassenüberdachungen — das Gewerk neben Terrassenüberdachung und Flächenbeschattung, nicht die Gastro-Schirm-Show.

Tore bleiben getrennt. Götz nennt die Sonderschau des ift Rosenheim „Tore: nachhaltig – sicher – innovativ“ sowie die Alfred-Kärcher-Halle (Halle 8) und die Paul-Horn-Halle (Halle 10) für Tore, Türen, Gitter und Zäune.

Was ist die R+T Stage — und was der Future Skins Award?

Die R+T Stage ist laut Götz das sichtbarste Novum: ein zentraler Ort in der Mahle Halle (Halle 4) für das Programm zu Sonnenschutz und Smart Home. Das Smart Home Forum findet dort täglich statt. Ergänzt wird es durch Vorträge der Innovationspreisträger und Impulse von Partnern, darunter das ift Rosenheim. Die Stage ist Treffpunkt, kein Prüfstand.

Der Future Skins Award ist eine Premiere. Brenner beschreibt ihn als Wettbewerb für Studierende der Architektur, des Bauingenieurwesens und verwandter Disziplinen aus dem DACH-Raum. Aufgabe: Konzepte für klimapositive Gebäudehüllen. Die Preisverleihung ist Mittwoch, 17. Februar, ebenfalls auf der R+T Stage. Das ist ein Nachwuchsformat, kein Hersteller-Ranking und keine Kaufempfehlung.

Der R+T Innovationspreis bleibt laut Brenner das Herzstück. Als Kontext nennt sie 2024: 29 Produkte von 25 Unternehmen, aus 125 Einreichungen von 79 Firmen aus 17 Ländern — Vergleich der letzten Runde, nicht der Stand 2027. Die aktuelle Einreichung steht im Stück zum Innovationspreis.

ARCHIKON, von Brenner als bundesweit größter Landeskongress für Architektur und Stadtentwicklung bezeichnet, findet ab 2027 dauerhaft parallel zur R+T statt. Architekten und Planer sind im Interview die Schlüsselzielgruppe: sie entscheiden früh, welche Systeme verbaut werden.

Welche Themen trägt die Messeleitung in die Hallen?

Götz nennt Klimaschutz, Energieeffizienz und die Gebäudehülle als aktive Klimaschutzmaßnahme. Er bindet das an die novellierte EU-Gebäuderichtlinie und die „Renovation Wave“ mit dem Ziel, bis 2030 ca. 35 Millionen Gebäude in Europa zu renovieren — so im GLASWELT-Interview, keine eigene Rechnung dieser Redaktion. Brenner ergänzt Hitzeschutz, Gebäudeautomation und Sicherheit; automatisierte, sensorbasierte Steuerungen sollen außen- und innenliegenden Sonnenschutz auf Wetterdaten und Sonnenstand reagieren lassen.

Was die Richtlinie konkret für Baujahr, Nachweis oder nationalen Beiwert vorschreibt, steht im Interview nicht. Keine Artikelnummer, kein Fahrplan. Festgehalten ist die Begründung der Messeleitung: Sonnenschutz, Rollläden und Steuerung als Baustein klimaresilienter Gebäude, nicht als Komfortthema.

Götz nennt als etablierte Formate Smart Home Forum, Torforum, ES-SO-Seminar, Sonderschau „Junge Talente“ und Handwerkerbattle. Neu sind Stage und Future Skins.

Was ändert das für Gastro, Planer und Kommune?

Gastronomie. Die R+T bleibt Fachmesse für die Gebäudehülle. Wer Terrasse, Markise oder textile Überdachung betreibt, findet in Halle 4 das Gewerk, nicht den Bestuhlungsplan. Spezifikation früh, Automation nicht als Nachrüstung. Gastronomie-Sonnenschirm und Einsatz Gastronomie bleiben eine andere Schicht.

Planer. ARCHIKON parallel zur R+T und die Stage in Halle 4 verdichten das Angebot für Büros, die Öffnung, Sonnenschutz und Steuerung als ein Los schreiben. Sommerlicher Wärmeschutz sitzt in der Hülle, nicht im Möbelbudget. Einstieg: Einsatz Planer. Fläche vor der Ausschreibung: Schattenwurf-Rechner.

Kommune. Das Interview ist kein Förderbescheid. Die 35-Millionen-Renovierungszahl der Renovation Wave ist Götz’ Rahmen in der GLASWELT, keine kommunale Quote. Schulhof und Kita bleiben Freiraumvertrag. Dazu Einsatz Kommune und der Hitzesommer-Hinweis 2026. Hersteller bleiben unsortiert.

Häufige Fragen

Ist das eine neue Messe oder nur ein neuer Stand?

Weder noch. Die R+T 2027 bleibt der bekannte Termin 15. bis 19. Februar 2027, Messe Stuttgart. Neu im GLASWELT-Interview vom 8. September 2026 sind der Anmeldestand (mehr als 990 Unternehmen, 44 Länder, 97 Prozent Fläche), die R+T Stage in Halle 4 und der Future Skins Award.

Was ist der Future Skins Award?

Ein neuer Studierendenwettbewerb (Architektur, Bauingenieurwesen, verwandte Disziplinen, DACH) für Konzepte klimapositiver Gebäudehüllen. Preisverleihung 17. Februar 2027 auf der R+T Stage. Angabe Brenner in der GLASWELT. Kein Test, kein Produktpreis.

Sind 97 Prozent Fläche das endgültige Ergebnis?

Nein. Brenner spricht von Vorzeichen wenige Monate vor der Messe. Die Zahl gilt für den Interviewstand, nicht für den Messeschluss.

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Primärquelle: GLASWELT. Angaben ohne eigene Begehung, Stand 10.09.2026.