Der Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS, Bonn) legt zur Haupttagung in Leipzig den Jahresbericht „Das R+S-Fachhandwerk 2025/26“ vor. Im Bericht läuft sie vom 9. bis 11. Oktober 2026 im The Westin Leipzig; die Jungunternehmer richten sie erstmals aus. Die Veranstaltungsseite nennt sie die 64., das Motto „Wir wollen Brücken bauen“ und die Adresse Gerberstr. 15, 04105 Leipzig. Das Vorwort von Präsident Matthias Klenner und Hauptgeschäftsführer Simon Schmid ist mit „Bonn, im September 2026“ datiert. Herausgeber: Hopmannstraße 2, 53177 Bonn. Die Verbandsseite zum Jahresbericht trägt im Seitenschema das Änderungsdatum 6. Oktober 2026. Primärquelle ist das PDF.
Wer organisiert die Tagung in Leipzig?
Die Veranstaltungsseite nennt ein Team aus Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern, das die Organisation erstmals übernommen hat: Nina Kowalewski, Pauline Kahnes und Lisette Zeitler. Das Vorwort schreibt, sie hätten die Haupttagung in Leipzig organisiert.
Wie haben sich Umsatz und Beschäftigung 2025 entwickelt?
Der Umsatz lag 0,8 Prozent unter dem Vorjahr, die Beschäftigung ging um 3,7 Prozent zurück. Der Bericht liest das als Stabilisierung auf niedrigem Niveau, noch ohne Trendwende. 2023 sank der Umsatz um 5,3 Prozent und die Beschäftigung um 3,1 Prozent, 2024 der Umsatz um 6,4 Prozent und die Beschäftigung um 4,5 Prozent. Die Handwerkszählung 2024 weist 2,736 Milliarden Euro Umsatz aus. Daraus und aus der vierteljährlichen Handwerksberichterstattung folgt rechnerisch für 2025 rund 2,713 Milliarden Euro. Die Fußnote stellt klar: Das ist eine Fortschreibung aus dem amtlichen Umsatz 2024 und der Veränderungsrate 2025, keine vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Umsatzsumme. Die Zahlen für 2025 sind nicht preisbereinigt.
Rollladenarbeiten in Wohngebäuden stiegen im Baupreisindex von 130,8 auf 135,7 Punkte (rund 3,7 Prozent), Gebäudeautomation von 141,4 auf 149,1 (rund 5,4 Prozent), die Instandhaltung ohne Schönheitsreparaturen von 131,8 auf 136,9 (rund 3,9 Prozent). Basis 2021 = 100.
Wie viele Betriebe zählt der ZDH?
Zum Jahresende 2025 zählte der Zentralverband des Deutschen Handwerks noch 3.804 eingetragene R+S-Betriebe, 163 oder 4,1 Prozent weniger als 3.967 im Vorjahr. Die Konjunkturübersicht nennt 4,1 Prozent weniger als zu Jahresbeginn. Die Bestände gelten zum 31. Dezember nach den Handwerkskammerverzeichnissen.
Die Handwerkszählung nennt für 2024 2.974 Unternehmen, nach 3.040 im Jahr 2023 (minus 66, minus 2,2 Prozent), im Schnitt rund sieben Personen. Sie folgt einem engeren Konzept als die ZDH-Statistik: mehr als 22.000 Euro Umsatz im Berichtsjahr und/oder, kumuliert über das Jahr, mindestens eine sozialversicherungspflichtig beschäftigte Person beziehungsweise mindestens zwölf geringfügig entlohnte Beschäftigte.
Wohin zeigte das Geschäftsklima?
Der BVRS-Geschäftsklimaindex (Methode des ZDH) stand 2025 bei 94, 99, 68 und 79 Punkten, erstes bis viertes Quartal. Der Auftragsbestand sank von rund neun auf etwa fünf Wochen. 2026 lag der Index im ersten Quartal bei 87 Punkten und im zweiten bei 108, dem höchsten Stand seit 2021. Die Auslastung erreichte im zweiten Quartal 2026 92 Prozent; laut Bildunterschrift gleicht das den Einbruch zu Jahresbeginn nur teilweise aus.
Welche Anteile nennt der Betriebsvergleich?
Am Betriebsvergleich 2025 der Fachberatungs- und Informationsstelle für IT und Unternehmensführung im BVRS beteiligten sich 31 Betriebe; in die Auswertung gingen 25 Fragebögen. Der Bericht nennt das eine Orientierung, kein repräsentatives Bild der Branche.
| Produktbereich | Umsatzanteil |
|---|---|
| Rollläden | 21,98 Prozent |
| Fenster | 20,04 Prozent |
| Markisen | 18,83 Prozent |
| Raffstores | 7,94 Prozent |
| Terrassendächer | 5,59 Prozent |
| Zip-Anlagen | 5,43 Prozent |
| Innenbeschattungen | 3,46 Prozent |
| Rolltore und Rollgitter | 3,26 Prozent |
| Rollladenkästen | 1,06 Prozent |
| Sonstige Produkte | 12,40 Prozent |
Leitbegriff im Vorwort ist Klimavorsorge. Den Sommer 2026 nennt der Text mit Rekordtemperaturen und Hitzewellen, ohne Gradzahl; außenliegender Sonnenschutz sei „längst kein Komfort-Thema mehr“. Bedarf sieht das Vorwort an Seniorenheimen, Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern.
Was ändert das für Gastro, Hotel, Planer und Kommune?
Gastronomie und Hotel. Markisen, Terrassendächer und Zip-Anlagen sind in den 25 Betrieben eigene Blöcke. Die Anteile gelten für diese Stichprobe, nicht für den Branchenumsatz. Verfahren: Markise für die Gastronomie, Beschattung der Terrasse, Terrassenüberdachung Gastronomie. Betrieb: Einsatz Gastronomie, Einsatz Hotel, Einsatz Event. Eine Marke nennt der Bericht nicht; das Herstellerverzeichnis bleibt ohne Rang.
Planer. Der nominale Umsatz lag unter dem Vorjahr, die Baupreisindizes lagen darüber. Preisbereinigt rechnet der Bericht nicht. Planungsbüros setzen Position und Verankerung fest, bevor eine Marke ins Leistungsverzeichnis wandert. Die Fläche zeigt der Schattenwurf-Rechner.
Kommune. Weniger Betriebe und ein kürzeres Auftragspolster: Das Gewerk für Schulen, Kitas und andere öffentliche Gebäude ist kleiner geworden. Klimavorsorge im Vorwort bleibt ein politisches Argument. Einsatz Kommune und der Ratgeber Kita und Spielplatz. Den Hitzesommer ohne diese Zahlen trägt die Meldung zu textilen Freiräumen.
Saison 2027. Bei 92 Prozent Auslastung im zweiten Quartal 2026 und 3.804 Betrieben bindet, wer Terrasse, Hotelfassade oder Schulhof für den Sommer 2027 plant, den Fachbetrieb ein, solange die Fläche noch in der Planung steckt. Davor liegt die R+T 2027 in Stuttgart, 15. bis 19. Februar.
Häufige Fragen
Wie hoch war der Umsatz des R+S-Handwerks 2025?
Rechnerisch rund 2,713 Milliarden Euro, 0,8 Prozent unter den 2,736 Milliarden Euro der Handwerkszählung 2024. Fortschreibung, nicht preisbereinigt, keine vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Umsatzsumme.
Wie viele Betriebe waren Ende 2025 eingetragen?
3.804 nach dem ZDH, 163 weniger als 3.967 im Vorjahr (minus 4,1 Prozent). Die Handwerkszählung nennt für 2024 daneben 2.974 Unternehmen, nach einem engeren Konzept.
Was bedeuten Klimaindex und Auftragsbestand für eine Beauftragung?
2025: 94, 99, 68 und 79 Punkte, Auftragsbestand von rund neun auf etwa fünf Wochen. Zweites Quartal 2026: 108 Punkte und 92 Prozent Auslastung. Eine Lieferfrist für 2027 steht im Bericht nicht.