Sonnenhöhe
Sonnenhöhe ist der Höhenwinkel der Sonne über dem Horizont. Sie bestimmt, wie lang der Schatten eines Schirms auf der Terrasse wird.
Die Sonnenhöhe ist der Höhenwinkel der Sonne über dem Horizont. Je höher die Sonne, desto kürzer der Schatten eines stehenden Objekts. Je tiefer, desto länger der Schattenwurf auf der Fläche.
Abgrenzung
Sonnenhöhe ist nicht die Einbauhöhe des Schirms und nicht die lichte Höhe unter dem Tuch. Sie ändert sich mit Ort, Datum und Uhrzeit. Am Horizont ist sie null, im Zenit wäre sie 90 Grad — in Mitteleuropa erreicht die Sonne das nicht.
Sehr tiefe Sonne erzeugt geometrisch sehr lange Schatten, die in der Praxis von Häusern, Geländer und Bewölkung gebrochen werden. Sonnenhöhe ist auch kein Maß für Hitze. Eine hohe Sonne kann auf einer windigen Fläche erträglicher sein als eine tiefere auf einer geschützten Westterrasse.
Wo es vorkommt
Bei jedem Schattenwurf über den Tag: im Sommer steht die Sonne höher als im Winter, am Nachmittag tiefer als um den wahren Mittag. In der Gastronomie zählt, ob die Sitze zur Stoßzeit noch im Schatten liegen, wenn die Sonne schon flacher steht.
Hotels mit Westterrasse sehen den Effekt am Nachmittag: der Schatten wird länger und wandert. Auf öffentlichen Plätzen mit Schirmreihen entscheidet die Höhe, ob die Gasse zwischen den Schirmen um 16 Uhr noch sitzt. Die Sonnenhöhe liefert die Schattenlänge; der Azimut liefert die Richtung.
Siehe auch
Höhe, Azimut und Jahresverlauf: Sonnenstand-Winkel. Die Richtung in der Horizontalen ist das Azimut.
Zu den Ratgebern · Datenstand 2026-08-25 · Redaktion Schatten Atlas