Windlage

Windstärke-Tabelle: Beaufort in km/h, m/s und Knoten

Beaufort 0 bis 12 nach DWD

Datenstand 2026-10-28·Redaktion Schatten Atlas

Die Windstärke ordnet den Wind auf der Beaufort-Skala von 0 bis 12 ein: laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der mittlere Wind in 10 m Höhe über freiem Gelände, keine Böe. Windstärke 6 sind 39 bis 49 km/h, Windstärke 8 sind 62 bis 74 km/h, Windstärke 12 beginnt bei 118 km/h. Für Sonnenschirm, Segel und Markise zählt die km/h-Zahl des Herstellers.

DWD-Skala, mittlerer Wind in 10 m Höhe:

Stärkekm/hm/sKnoten
0unter 10–0,2unter 1
11–50,3–1,51–3
26–111,6–3,34–6
312–193,4–5,47–10
420–285,5–7,911–16
529–388,0–10,717–21
639–4910,8–13,822–27
750–6113,9–17,128–33
862–7417,2–20,734–40
975–8820,8–24,441–47
1089–10224,5–28,448–55
11103–11728,5–32,656–63
12ab 118ab 32,7ab 64

km/h und m/s: DWD-Lexikon, Beaufort-Skala. Knoten: DWD-Lexikon, Beaufort-Skala See, gerundete Werte. Umrechnung laut DWD: 1 Knoten = 1,852 km/h, 1 m/s = 3,6 km/h. Herstellerangaben im Text: Stand Abruf 28. Oktober 2026; der Rechner nutzt die Werte aus „Windgrenze nachschlagen“ mit deren Abrufdatum — keine Norm, kein Standsicherheitsnachweis. Belege unter Quellen.

Windstärke-Rechner

Einheit
Art

60 km/h = 16,7 m/s = 32,4 Knoten

Auf der Beaufort-Skala liegt die Zahl in Stufe 7, „steifer Wind“ (50–61 km/h). Die Stufe beschreibt den Mittelwind; eine Böe wird hier nur eingeordnet.

DWD-Warnung: Windböen (über 50 km/h), Stufe 1 — Wetterwarnung.

Herstellerwerte (Stand wie in „Windgrenze nachschlagen“, keine Norm): Bei 81 von 283 fest verankerten und 23 von 52 mobil aufgestellten Schirmgrößen liegt der Herstellerwert bei 60 km/h oder darunter — diese Schirme gehören vor einer solchen Böe geschlossen. Ihren Schirm nachschlagen

Orientierung, kein Standsicherheitsnachweis. Umrechnung und Stufen: Deutscher Wetterdienst — Beaufort-Skala, Beaufort-Skala See (Knoten gerundet), Windgeschwindigkeit, Warnkriterien.

Für Ihre Fläche klären: Anfrage zu diesem Artikel

Woran erkennt man die Windstärke?

Beaufort ist eine Schätzskala: Der DWD spricht von Windstärke, wenn der Wind geschätzt wird, und von Windgeschwindigkeit, wenn ein Gerät misst. Die Merkmale im Binnenland, wörtlich nach DWD:

StärkeBezeichnung und Wirkung im Binnenland
0Windstille: Rauch steigt senkrecht auf
1leiser Zug: Windrichtung angezeigt durch den Zug des Rauches
2leichte Brise: Wind im Gesicht spürbar, Blätter und Windfahnen bewegen sich
3schwache Brise, schwacher Wind: Wind bewegt dünne Zweige und streckt Wimpel
4mäßige Brise, mäßiger Wind: Wind bewegt Zweige und dünnere Äste, hebt Staub und loses Papier
5frische Brise, frischer Wind: kleine Laubbäume beginnen zu schwanken, Schaumkronen bilden sich auf Seen
6starker Wind: starke Äste schwanken, Regenschirme sind nur schwer zu halten, Stromleitungen pfeifen im Wind
7steifer Wind: fühlbare Hemmungen beim Gehen gegen den Wind, ganze Bäume bewegen sich
8stürmischer Wind: Zweige brechen von Bäumen, erschwert erheblich das Gehen im Freien
9Sturm: Äste brechen von Bäumen, kleinere Schäden an Häusern (Dachziegel oder Rauchhauben abgehoben)
10schwerer Sturm: Wind bricht Bäume, größere Schäden an Häusern
11orkanartiger Sturm: Wind entwurzelt Bäume, verbreitet Sturmschäden
12Orkan: schwere Verwüstungen

Was die Windstärken 4 bis 12 für Schirm, Segel und Markise heißen

Hersteller nennen Grenzen für ein Modell, eine Größe und eine Verankerung. Die Tabelle ordnet veröffentlichte Angaben der Stufe zu, in der ihre km/h-Zahl liegt. Legen Sie diese Zahl neben die Böe aus dem Wetterbericht, nicht neben die Windstärke — Böen liegen über dem Mittelwind. Hersteller alphabetisch, Verband und Versicherer danach.

StärkeWas Hersteller, Verband und Versicherer dazu sagen
4Bundes­verband Rollladen + Sonnenschutz: Gelenk­arm­markise der Wind­widerstands­klasse 1 ab 7 m/s einfahren, rund 25 km/h.
5Glatz: Motorisierte Glatz-Schirme lassen sich bei Wind über 35 km/h nicht mehr schließen. markilux: Markisen der Wind­widerstands­klassen 1 und 2 „bis maximal Windstärke 5“. MAY: Die Standplatte DMZ271 für den Schirm Filius ist so ausgelegt, „dass der geöffnete Schirm bis Beaufort 5 stehen bleibt“. STOBAG, offene Markise Azur: „Beaufort 5 (38.5 km/h)“. Bundes­verband: Klasse 2 ab 10 m/s einfahren, rund 36 km/h.
6Bahama Pure 4,0 × 4,0 m auf dem mobilen Ständer: 49 km/h. markilux: Markisen der Klasse 3 „bis maximal Windstärke 6“.
7LET: Das elektrische Gastro-Segel fährt ab Windstärke 7 automatisch ein, LET nennt dazu 50–61 km/h. Pina: Ein klassisches Sonnensegel spätestens bei etwa Windstärke 7 abnehmen.
8Leiner: Gastro-Markise mit Wind-Protect-System je nach Baugröße bis acht Beaufort. Versicherer: Sturm ab Windstärke 8, mindestens 62 km/h (Hausrat-Muster­bedingungen VHB 2022 des GDV).
9 bis 12Bahama Magnum „bis zu max. Windstärke 12“, 130 km/h — ein Wert für Ständer und feste Verankerung („Stationär/Mobil“). Auch kleine Schirme erreichen fest verankert Stufe 10, etwa Bahama Pure Ø 2,0 m mit 90 km/h. Glatz Palazzo Royal Ø 500 cm: 120 km/h, Glatz schreibt Bft 12 dazu — nur mit fixer Verankerung im Boden.

Herstellerangaben und Verbandsempfehlung, Stand Abruf 28. Oktober 2026 — keine Norm. Sie gelten nur für das genannte Produkt, die genannte Größe und die genannte Verankerung. Die Werte von Bahama, Glatz und Uhlmann je Schirmgröße und ein Windkanalwert von MAY: Windgrenze nachschlagen.

Mittelwind oder Böe: Welche Zahl gilt?

Beaufort beschreibt den Mittelwind. Böen liegen darüber, und nach ihnen warnt der DWD. Steht im Wetterbericht „Wind 5, Böen bis 60 km/h“, legen Sie die 60 km/h neben den Herstellerwert, nicht die 5. Der DWD ordnet seine Böenwarnungen so zu:

WarnungBöenStufe
Windböenüber 50 km/hWetter­warnung
Sturmböen65 bis 89 km/hmarkante Warnung
Schwere Sturmböen90 bis 104 km/hmarkante Warnung
Orkanartige Böen105 bis 119 km/hUnwetter­warnung
Orkanböenab 120 km/hUnwetter­warnung
Extreme Orkanböenüberörtlich mehr als 140 km/hextremes Unwetter

Was das heißt: Für einen Bahama Pure 4,0 × 4,0 m auf dem mobilen Ständer nennt der Hersteller höchstens 49 km/h. Der DWD warnt erst bei Böen über 50 km/h. Diesen Schirm schließen Sie also, bevor eine Warnung kommt. Legen Sie Ihre Schließzeit deshalb unter den Herstellerwert: Schließplan für die Schicht.

Warum nennen Tabellen verschiedene km/h für dieselbe Stufe?

Weil die Quellen von verschiedenen Skalen ausgehen und unterschiedlich runden. Windstärke 5 heißt:

Der DWD erklärt seine eigene Abweichung: Die Warnungen werden in m/s gemeldet, ihre Schwellen folgen der m/s-Skala. Daraus ergeben sich leicht andere km/h-Bereiche als in der Beaufort-Skala. Selbst ein Datenblatt ordnet nicht immer gleich zu: Glatz schreibt im Contract Book 2026 für den Palazzo Royal 70 km/h einmal mit Bft 8 (Ø 800 cm), einmal mit Bft 9 (750 × 500 cm). Für Ihren Schirm heißt das: Rechnen Sie mit der km/h-Zahl im Datenblatt, nicht mit der Stufe.

Ab welcher Windstärke spricht man von Sturm?

Auf der Beaufort-Skala des DWD heißt Windstärke 9 „Sturm“, 75 bis 88 km/h; Windstärke 8 ist „stürmischer Wind“. Die Hausrat-Musterbedingungen des Versichererverbands GDV setzen früher an: „Ein Sturm ist eine wetterbedingte Luftbewegung von mindestens Windstärke 8 nach der Beaufortskala (Windgeschwindigkeit mindestens 62 km pro Stunde).“ Was bei Sturm am Schirm zu tun ist und wer zahlt: Sonnenschirm sturmsicher.

Windstärke oder Windzone?

Die Windstärke beschreibt den Wind von heute. Die Windzone 1 bis 4 ordnet einen Ort für die Bemessung von Bauwerken ein, nach der Zuordnung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt). Eine Windzone ist keine Windstärke und keine Vorhersage. Welche Zone an Ihrem Ort gilt: Windzone nach PLZ. Welche Klasse eine Markise oder ein Rollladen dort haben sollte: Windwiderstandsklasse.

Was das für Gastro, Hotel und Planer heißt

Welche Schirme, Segel oder Markisen auf Ihrer Fläche bei welcher Windstärke zugehen müssen, klären wir mit Ihnen: Anfrage zu diesem Artikel.

Häufige Fragen

Wie viel km/h ist Windstärke 6?

Windstärke 6 sind laut Deutschem Wetterdienst 39 bis 49 km/h mittlerer Wind, 10,8 bis 13,8 m/s oder rund 22 bis 27 Knoten. Der DWD nennt die Stufe „starker Wind“: Starke Äste schwanken, Regenschirme sind nur schwer zu halten. Böen liegen darüber.

Wie viel km/h ist Windstärke 8?

Windstärke 8 sind laut Deutschem Wetterdienst 62 bis 74 km/h mittlerer Wind, 17,2 bis 20,7 m/s oder rund 34 bis 40 Knoten. Der DWD nennt sie „stürmischer Wind“. In den Hausrat-Musterbedingungen des GDV beginnt bei Windstärke 8 der Sturm, mindestens 62 km/h.

Ab welcher Windstärke muss ein Sonnenschirm zu?

Das hängt von Modell, Größe und Verankerung ab. Hersteller nennen die Grenze in km/h. In den Datenblättern, die „Windgrenze nachschlagen“ auswertet (Bahama, Glatz, Uhlmann; Quellen dort), reichen die Werte fest verankert von 20 bis 130 km/h (Herstellerangaben, keine Norm); für den mobilen Ständer nennt Bahama bei Pure und Jumbrella niedrigere Werte, beim Magnum denselben Wert. Die MAY-Standplatte DMZ271 hält den geöffneten Filius bis Beaufort 5. Schließen Sie den Schirm, bevor die Böe den Herstellerwert erreicht.

Wie rechnet man Knoten in km/h um?

Ein Knoten ist eine Seemeile pro Stunde, laut Deutschem Wetterdienst 1,852 km/h. Multiplizieren Sie die Knoten mit 1,852: 20 Knoten sind rund 37 km/h. Für m/s gilt 1 m/s = 3,6 km/h, also 10 m/s = 36 km/h.

Ist die Windzone dasselbe wie die Windstärke?

Nein. Die Windstärke beschreibt den aktuellen Wind auf der Beaufort-Skala von 0 bis 12. Die Windzone 1 bis 4 ordnet einen Ort für die Bemessung von Bauwerken ein, nach der Zuordnung des DIBt. Für den Betrieb eines Schirms zählt die Böe im Wetterbericht, für die Statik die Windzone.

Quellen

Alle Quellen abgerufen am 28. Oktober 2026.

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